Giesing-Harlaching McGraw-Kaserne: Neuer Wohnraum für Giesing?

SPD möchte die University of Maryland an der Grenze zu Harlaching zu einem Einkaufszentrum umbauen. Foto: SPD BA 18

Das Areal der ehemaligen McGraw-Kaserne in Giesing dient seit Abzug der US-Truppen 1992 diversen Übergangsnutzungen. So wurde das Gebäude beispielsweise schon für rund 300 Flüchtlinge bereitgestellt. Ein neuer Vorschlag ist nun, auf dem Gelände der früheren Kaserne, neue Wohnungen entstehen zu lassen.

 

Giesing - Letztes Jahr wurden mehrere hundert Flüchtlinge in der ehemaligen McGraw-Kaserne untergebracht, das dazugehörige gesamte Areal wurde bisher jedoch kaum beachtet. Daraus folgt, dass die Gebäude und das Gelände mit der Zeit verfallen und den Stadtteil unattraktiv gestalten. Der SPD-Bezirksausschuss Untergiesing-Harlaching stellt nun Pläne dar, wie der Bereich der früheren US-Kaserne und andere Gebiete im Stadtteil aufgewertet und sinnvoll genutzt werden können.

In ganz München sind die Flächen für bezahlbaren Wohnraum knapp, so auch in Giesing und Harlaching. Die SPD in diesen Stadtteilen schlägt nun vor, das Gelände für die Entwicklung eine Wohn- und Kerngebietes zur Verfügung zu stellen und zu nutzen. Neben neuen Wohnungen würde eine Bebauung des McGraw-Geländes, laut Fraktionssprecher Michael Sporrer, auch positive Aspekte für die Stadtbezirksentwicklung in Giesing und Harlaching hervorbringen. Hierbei sollen teilweise auch Wohnungen für Polizei, Justiz und andere Behörden des Freistaats Bayern entstehen.

Ein weiterer Plan des SPD-Bezirksausschusses 18 ist es, die University of Maryland an der Grenze zu Harlaching, zu einem Einkaufszentrum umzubauen. Neue Einkaufsmöglichkeiten sollen geschaffen werden, da der 18. Stadtbezirk (Untergiesing-Harlaching) wenige möglichkeiten für den Einkauf bietet, wie aus dem Handelsatlas 2013 hervorgeht. Die Folge: Die Kaufkraft aus Untergiesing-Harlaching wandert in die benachbarten Bezirke ab.

Ziel der SPD in Giesing und Harlaching ist es, neuen bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, der sich durch eine breit gefächerte Einwohnergruppe auszeichnet. Die Partei fordert ein rasches Handeln des Freistaats, der sich diesbezüglich aber noch, laut Sporrer, im "Dornröschenschlaf" befindet.

 

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