Gibt's eine Sonderregelung? Tierpark Hellabrunn: SPD fordert mehr mögliche Besucher

Nach der Wiedereröffnung fordert die SPD zufriedenstellende Lösungen nicht nur für den Tierpark Hellabrunn, sondern auch für seine Dauerkartenbesitzer. Foto: imago/Future Image

Trotz Wiedereröffnung sieht die Rathaus-Fraktion der SPD den Erhalt des Tierparks Hellabrunn aufgrund der hohen Betriebskosten in Gefahr – und stellt nun klare Forderungen.

 

München - SPD und Volt im Münchner Rathaus fordern, dass mehr Besucher pro Tag in den Tierpark Hellabrunn dürfen. Gelingen soll das mithilfe einer Sonderregelung. Ein entsprechender Antrag ging am Mittwoch ein. Außerdem sollen Dauerkartenbesucher kompensiert werden.

Die SPD betont in ihrem Antrag die wirtschaftliche Lage des Tierparks: Während manch andere Unternehmen und Organisationen ihre Kosten während des Lockdowns teilweise reduzieren konnten, wäre dies dem Tierpark nicht möglich gewesen. Tiere und Pflanzen mussten auch während der Schließung versorgt werden, der Großteil der Arbeiten sei deshalb weiterhin angefallen.

Sonderregelung für den Tierpark

2.185 Gäste täglich dürfen aktuell in den Tierpark. "Die Einnahmen, die mit dieser pro Tag begrenzten Besucher*innenzahl generiert werden können, reichen nicht aus, um mittelfristig das Überleben des Tierparks sicherstellen zu können", stellt die SPD klar – und bringt eine Sonderregelung ins Spiel. Dies sei laut Antrag unter anderem möglich, da die Tierpark Hellabrunn AG "keinen klassischen Einzelhandel betreibt und der Großteil der Tierparkfläche Outdoor-Bereich ist".

Die derzeitige Maximalzahl von 2.185 Besuchern beruht auf der Bemessungsgrundlage, die vor allem im Einzelhandel herangezogen wird. Jeder Person wird hierbei ein Raum von 20 Quadratmetern eingeräumt. Der SPD zufolge könne es anhand des Geländes jedoch auch möglich sein, jeden Gast im Außenbereich einen Bereich von lediglich 5 Quadratmetern zuzuordnen. Dadurch könnten täglich mehr Besucher aufs Gelände.

Für Indoor- und Gastro-Flächen müssen jedoch natürlich weiterhin spezielle Abstands- und Hygienemaßnahmen gelten, betont die SPD. Draußen müsste der Tierpark konkrete Kontrollmaßnahmen gewährleisten.

Unter strikter Rücksichtnahme auf die Gesundheit der Beschäftigten des Tierparks, der Besucherinnen und Besucher sowie der Tiere würde dies "immens dazu beitragen, betriebsgefährdende Liquiditätsengpässe in den Tierpark- und Zoobetrieben zu verhindern." Alternativ könne man die Bayerischen Zoos mit Geldern aus der Bayerischen Corona-Hilfe unterstützen.

Kompensation für Dauerkartenbesitzer

Es wird außerdem eine zufriedenstellende Lösung für Besitzer von Dauereintrittskarten, die während des Lockdowns ihre Karte nicht nutzen konnten, und auch nach der Wiedereröffnung bisher nur geringe Möglichkeiten hatten, an Tickets zu kommen, gefordert.

Der Vorschlag der SPD: "Der Erhalt einer Vergünstigung beim Kauf eines weiteren Jahrestickets könnten hier eine Option sein. Auch könnte es denkbar sein, Bescheinigungen auszustellen, sollten Besitzer*innen von Dauerkarten bereit sein, auf einen Ausgleich zu verzichten und diesen dem Tierpark zu spenden".

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