Gewalt gegen Mädchen und Frauen "Sichere Wiesn" meldet höhere Nachfrage

AZ-Lokalredakteurin Jasmin Menrad.
Frauen sollen sicher sein. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Die Aktion "Sichere Wiesn" meldet zur Wiesn-Halbzeit höhere Nachfrage und schwerere Fälle. Woran das liegt und was Sie tun können.

 

München - Heuer hat die Aktion "Sichere Wiesn für Mädchen und Frauen" ihre Öffnungszeiten verlängert und meldet zur Halbzeit einen Anstieg der Nachfrage nach dem Hilfsangebot um fast 30 Prozent.

146 Wiesnbesucherinnen (2018: 113) und 62 Begleitpersonen wurden von den Ehrenamtlern im Servicezentrum hinter dem Schottenhamel betreut. Die Aktion hilft nicht nur bei sexueller oder körperlicher Gewalt, sondern auch, wenn Mädchen oder Frauen hilflos sind – etwa wenn sie ihre Freunde verloren haben, die Handtasche im Zelt ist oder sie nicht nach Hause kommen.

14 Frauen haben dieses Jahr Gewalt auf der Wiesn erlebt

14 Frauen haben am Security Point Hilfe erhalten, nachdem sie auf dem Festgelände körperliche oder sexualisierte Gewalt erlebt haben. Zur Halbzeit 2018 waren es noch acht gewesen. "Wir nehmen das mit Besorgnis wahr, weil die Fälle schwerer geworden sind", sagt Kristina Gottlöber vom Verein Imma, "wir können aber keinen Anstieg der Gewalt wahrnehmen. Wir denken, dass uns einfach mehr Fälle von Polizei, Sanitätsdienst aber auch Mitarbeitern und Besuchern der Wiesn vermittelt werden."

Denn nur 14 Mädchen und Frauen kamen selbstständig zum Security Point, die anderen wurden gebracht. "Wir appellieren an die Zivilcourage: Wenn Sie Gewalt sehen, wenn Sie eine hilflose Frau sehen, dann bieten Sie Ihre Hilfe an. Viele Frauen kommen von allein nicht mehr aus so einer Situation", sagt Gottlöber. Zudem rät sie, immer ein Taschengeld und die Nummer einer Freundin in der Dirndltasche bei sich zu tragen.

 

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