Gewalt-Exzess am ersten Wochenende Oktoberfest: 22-Jähriger prügelt auf Bewusstlosen ein - Wiesnverbot!

Ein 19-Jähriger wurde nach einer Prügelei ins Krankenhaus gebracht. (Archivbild) Foto: Lukas Barth/dpa

Am Samstagabend ist auf der Wiesn eine kleine Schubserei zu einem brutalen Gewaltausbruch eskaliert. Ein 22-Jähriger schlug dabei mehrmals mit der Faust auf einen Bewusstlosen ein, der Angreifer wird nun dem Haftrichter vorgeführt.

 

München - Gleich am ersten Tag, beim ersten Wiesnbesuch setzte bei einem Elektriker aus München das Hirn völlig aus. Mit 2,7 Promille im Blut geriet er mit einem 18-Jährigen in Streit.

Die beiden Burschen aus Gräfelfing schubsten sich im Gedränge auf der Wirtsbudenstraße. Dabei ging beide zu Boden, der 18-Jährige fiel so unglücklich, dass er mit dem Hinterkopf auf den Asphalt aufschlug. Benommen blieb er liegen. Der 22-Jährige prügelte nach Angaben von Zeugen mit den Fäusten und voller Wucht auf seinen Kontrahenten ein. Der 19-Jährige wurde ins Krankenhaus gebracht.

Der 22-Jährige kam zur Wiesnwache. Ein Staatsanwalt ordnete die Vorführung beim Haftrichter an. Zudem beantragte die Polizei beim zuständigen KVR gegen den Schläger ein Betretungsverbot für die restliche Dauer des Oktoberfests. Im vergangenen Jahr hat das KVR gegen 40 Schläger und Grapscher ein Wiesnverbot erlassen.

Wiesn: Zweiter Streit am Sonntag

Auf dem Heimweg vom Oktoberfest gerieten eine 37-Jährige aus Cloppenburg und ihre Begleiter am Sonntagabend in der Lindwurmstraße mit einer zweiten Gruppe in Streit, die gerade auf dem Weg zur Wiesn war.

Als ein 31-Jähriger aus Freising seinen Wagen einparkte, hörte er einen Schlag gegen die Karosserie. Der Mann nahm an, dass jemand aus der Gruppe einen Stein gegen sein Auto geworfen habe. Es kam zu Streit, der ruckzuck handgreiflich wurde. Die 37-Jährige wurde zu Boden gestoßen, ein 56-jähriger Münchner aus der zweiten Gruppe erhielt einen Tritt gegen den Kopf. Beide kamen verletzt zur Behandlung ins Krankenhaus.

Die Polizei ermittelt gegen mehrere Verdächtige aus beiden Gruppen wegen gefährlicher Körperverletzung.

 

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