Gescheiterte Traumehen Promibeziehungen: Fünf Trennungen, die die Welt bewegten

Die Trennung von Richard Gere und Carey Lowell kam für viele unerwartet Foto: John Shearer/Invision/AP

Liebes-Aus bei Richard Gere und Carey Lowell. Dass der schöne Schein jedoch nicht immer der Realität entspricht, zeigen auch andere Beispiele.

 

München - "Und sie lebten glücklich bis ans Ende ihrer Tage"... oder zumindest bis dass der Scheidungsanwalt alles weitere regelte. Das Märchen vom ewigen Glück geht oft schneller in die Brüche, als man es erwartet, davon bleiben auch die Promis nicht verschont. Neuestes Beispiel: Richard Gere (64) und Carey Lowell (52). Nach 18 gemeinsamen Beziehungs- und elf gemeinsamen Ehejahren sollen die beiden nun vor der Trennung stehen, das bestätigte ein Insider dem Magazin "People" - sie galten als eines der Vorzeigepaare Hollywoods.

Es sind genau diese Trennungen, die in der Welt der Schönen und Reichen am meisten Aufsehen erregen. Nicht jene, die spektakulär auseinandergehen, nicht jene mit Seitensprüngen und Problemen, sondern jene, bei denen eine Bilderbuchehe scheinbar von einem Tag auf den anderen nicht mehr existent ist. Beispiele dafür gibt es einige.

Wer zum Beispiel hätte je gedacht, dass Topmodel Heidi Klum (40) und Schmuse-Sänger Seal (50) irgendwann einmal getrennte Wege gehen würden? Jedes Jahr erneuerten die beiden ihr Ehe-Gelübde aufs Neue. Im Januar 2012 hieß es dann plötzlich, dass alles vorbei ist. Es war eine Beziehung, die scheinbar nur Höhen kannte, keine Skandale machten die Runde, keine Gerüchte, man bezeichnete sie schlichtweg als "perfekt".

Kennen gelernt hatten sich Heidi Klum und Seal 2004, damals war die heute 40-Jährige hochschwanger. Der Vater: Formel-1-Manager Flavio Briatore. Seal schien das gleichgültig zu sein, er machte seiner Heidi noch im selben Jahr einen ganz besonderen Heiratsantrag. In einem Iglu in den Rocky Mountains, das mit Rosenblättern und Kerzen geschmückt war - welches Frauenherz wäre da nicht dahin geschmolzen? Im Mai 2005 folgte die Hochzeit in Mexiko, 2009 nahm Heidi Klum sogar Seals Nachnamen "Samuel" an. Das Liebesglück wurde gekrönt von drei Kindern, den beiden Söhnen Henry und Johan sowie der Töchterchen Lou. Zudem adoptierte Seal Klums erste Tochter Leni.

Anfang 2012 kam dann die ernüchternde und für viele schockierende Nachricht. Am 22. Januar veröffentlichte die Zeitschrift "People" ein Statement in dem es hieß: "Nach sieben sehr liebevollen, loyalen und glücklichen Jahren, haben wir uns für eine Trennung entschieden". Der Grund sei, dass sich die beiden auseinander gelebt hätten, die Trennung sei freundschaftlich, allein schon im Interesse der Kinder. Am 6. April desselben Jahres wurde die Scheidung eingereicht, das Ende eines Märchens und der Beginn eines Rosenkrieges. Um sämtliche Altlasten abzuwerfen, ließ sich Heidi Klum im Juni 2013 ihr Seal-Tattoo am Unterarm entfernen, das sie sich 2008 für ihre große Liebe hatte stechen lassen.

Eine ähnliche Geschichte liefert auch das einstige Traumpaar des Fußballs: Sylvie (35) und Rafael van der Vaart (30). Eine Ehe, bei der viele bis heute nicht verstehen können, warum sie in die Brüche gegangen ist, wirkte sie doch stets wie aus einem Disney-Film entsprungen. Holländische Fußballhoffnung aus einfachen Verhältnissen heiratet bildschöne holländische Moderatorin. Kennen gelernt hatten sich die beiden, da war der Kicker gerade einmal 19, Sylvie war fünf Jahre älter und hatte sich bereits ein Standbein in der Medienwelt aufgebaut, 2005 traten die beiden vor den Altar. Nur knapp ein Jahr später erblickte Sohn Damian das Licht der Welt.

2009 dann eine Nachricht, die das heile Glück der kleinen Familie auf eine jähe Probe stellte. Bei Sylvie wird Brustkrebs diagnostiziert, sie muss sich einer Chemotherapie unterziehen, doch sie war nicht allein. "Mein Mann war die größte Hilfe in ganz schweren Zeiten. Rafa war jederzeit für mich da, hat mich immer unterstützt. Und er hat mich auch in ganz dunklen Stunden zum Lachen gebracht", erzählte die damals 31-Jährige nach ihrer Operation in einem Interview mit "Bild.de" und bescheinigte Rafael: "Rafael ist ein toller Mensch und hat viel Charakter. Ich bin stolz, seine Frau sein zu dürfen. Er bedeutet mir sehr, sehr viel."

Sehr, sehr viel bedeutete offenbar auch die verhängnisvollen Vorkommnisse in der Silvesternacht 2012/2013, die nur etwa dreieinhalb Jahre nach der Diagnose für Schlagzeilen sorgten. In der Neujahrsnacht sei ein Streit eskaliert, Rafael habe Sylvie geschlagen, sodass diese auf dem Boden landete. Angeblich war dies jedoch nur der Gipfel eines "schleichenden Prozesses", wie Sylvie van der Vaart damals der "Bild"-Zeitung verriet. Die beiden hätten sich im Laufe der Zeit auseiander gelebt. Für seinen Fehler an Silvester entschuldigte sich Rafael dennoch: "Das war eine große Dummheit von mir. Ich bin ein Idiot. Es tut mir sehr leid. Das hätte niemals passieren dürfen."

Wie sehr einen die Trennung von einem geliebten Menschen zu schaffen machen kann, zeigt wohl das Beispiel Jennifer Aniston (44) am besten. 2000 heiratete diese einen der begehrtesten Männer in Hollywood: Brad Pitt (49), den sie 1998 kennen gelernt hatte. Noch Jahre nach der Trennung litt sie unter dem Verlust, er war die Liebe ihres Lebens. Jahrelang wurde ihre Beziehung als eine Rarität in Hollywood angepriesen, die Welt wartete gespannt auf Nachwuchs. Statt der Bekanntgabe einer Schwangerschaft, kam dann jedoch ein schockierendes Statement. Die beiden gaben im Januar 2005 nach sieben gemeinsamen Jahren ihre Trennung bekannt.

Gründe dafür soll es viele gegeben haben, unter anderem ausgerechnet auch eine andere Frau. Am Filmset von "Mr. & Mrs. Smith" lernte Pitt Angelina Jolie (38) kennen, in der er sich während dieser Zeit verliebte, heute gelten sie als das neue Traumpaar in Hollywood, Aniston steht stets im Schatten. Mit Jolie hat der Schauspieler die Familie gegründet, die sich Aniston gewünscht hätte und sicherlich auch eine ganze Reihe Fans mit ihr.

Dass so ein Ehe-Aus aber durchaus nicht nur Personen des Showbiz treffen kann, zeigt das Beispiel Wulff. Öffentliches Amt und Familienleben in Einklang zu bringen, gelang CDU-Spitzenpolitiker Christian Wulff (54) nicht. 2006 trennte er sich von seiner Frau Christiane und das nach 24 Jahren Beziehung. Bei den beiden hatte es während des Jurastudiums gefunkt, geheiratet wurde im März 1988, 1993 wurden sie Eltern einer Tochter, was könnte vorbildlicher sein?

Immer wieder scherzte Christian Wulff über sein Image als Traumschwiegersohn. Er lebte in einer kleinen, heilen Welt, war bekennender Katholik, politisch und familiär erfolgreich - bis zum Juni 2006. Die Nachricht von der Trennung schockierte nicht nur Wähler, auch Kanzlerin Angela Merkel selbst war angeblich überrascht. Gründe wurden in den unterschiedlichen Lebensstilen gesucht. Während er zum beliebtesten Politiker aufstieg, wollte sie damit nichts zu tun haben, immer seltener erschien sie auf öffentlichen Empfängen.

Die Trennung enttäuschte viele, man sah darin beinahe einen Verfall von Prinzipien. "Der Ministerpräsident steht für bestimmte Werte. Werte wie Familie; dass man Rückhalt und Zusammenhalt in der Familie braucht, dass man Vertrauen braucht - und dass wir aufeinander achten müssen", zitierte die "Bild"-Zeitung den Gemeindepfarrer der Wulffs. "Der Traum vieler Schwiegermütter ist geplatzt", urteilte ein CSU-Abgeordneter. 2008 war die Scheidung des Paares offiziell. Auch in seiner nächsten Ehe lief es für Christian Wulff nicht besser. Erst im Januar dieses Jahres trennte er sich auch von seiner zweiten Frau Bettina, von der zeitweise gemunkelt wurde, auch sie habe etwas mit der Scheidung von Christian und Christiane Wulff zu tun gehabt.

Geradezu skandalös war auch die Trennung von Arnold Schwarzenegger (66) und Maria Shriver (57). Kennen gelernt hatten sich die beiden bei einem Tennisturnier, das der berühmte Kennedy-Clan ausgerichtet hatte, 1986 heirateten sie nach mehreren Jahren Beziehung. Nach 25 Ehejahren und vier gemeinsamen Kindern gingen der ehemalige Gouverneur von Kalifornien und die Nichte des ehemaligen US-Präsidenten John F. Kennedy 2011 dann aber plötzlich getrennte Wege. Alle Welt fragte nach dem "Warum". Shriver hatte ihren Mann doch stets verteidigt, wenn diesem in der Klatschpresse wieder und wieder Gerüchte um angebliche Affären angehängt wurden.

Dass sie diesen Spekulationen durchaus etwas hätte vertrauen sollen, zeigte sich schließlich im Mai 2011. Im Januar des Jahres hatte Schwarzeneggers Amtszeit als Gouverneur geendet, das nutzte er, um seiner Frau ein folgenschweres Geständnis zu machen: Er hat seine Maria mit einer Hausangestellten betrogen, aus der Affäre entstand sogar ein Kind, gestand er wenige Monate später der "Los Angeles Times". Die Ehe hat das Geständnis nicht überlebt. Seinen Fehltritt bedauert Schwarzenegger sehr, er hätte viel früher reinen Tisch machen sollen. In seiner 2012 erschienen Biografie schreibt er: "Aber anstatt, dass ich das Richtige getan habe, habe ich die Wahrheit in ein geistiges Fach gesteckt und dort weggeschlossen, wo ich mich nicht jeden Tag damit auseinandersetzen musste".

 

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