Gemeinsamer Antrag im Stadtrat Wohnungsnot: CSU und SPD sehen Potenzial im Münchner Süden

Münchner Wohnungen sind vor allem eins: teuer. Foto: imago/Ralph Peters

Überall in München fehlen Wohnungen: Die Stadtratsfraktionen von CSU und SPD verweisen auf brachliegendes Potenzial im Süden und beantragen, die entsprechenden Flächen zu nutzen.

München - Sie ziehen an einem Strang: CSU und SPD in München sehen im Süden der Stadt gute Chancen, weitere Flächen für den Bau dringend benötigter Wohnungen zu schaffen. Der aktuelle gemeinsame Antrag der beiden Fraktionen sieht vor, die "Wohnungsbaupotenziale" zwischen Siemensallee, Wolfratshauser Straße und östlich der Bahntrasse sowie westlich der Bahntrasse und südlich des Siemens-Sportparks zu nutzen. 

"Der Stadtrat möge beschließen: Die Verwaltung wird beauftragt, die Areale für den Wohnungsbau zu aktivieren und in diesem Zusammenhang die Erschließung mittels eines leistungsfähigen Verkehrsmittels - zum Beispiel Tram - zu prüfen", so der Wortlaut. Auf diese Weise werde "ein Landschaftspark" entwickelt und der Siemens-Sportpark aufgewertet.

CSU- und SPD-Fraktion für Landschaftspark-Konzept im Süden

Zur Begründung heißt es, die Versorgung mit Wohnraum sei aktuell "eines der dringendsten Anliegen der Stadt München". Mit Blick auf das genannte Gebiet sieht der Flächennutzungsplan derzeit eine Grünfläche vor, "eine Änderung" halten die Fraktionen für gerechtfertigt.

Ziel sei es, die landwirtschaftlich genutzte Fläche den Bürgern mit einem rund zehn Hektar großen Landschaftspark- und Grünflächen-Konzept zugänglich zu machen und ökologisch zu verbessern. Als direkte Folge sollen so zusätzliche Fußwege und Radverbindungen zwischen Sendling und Solln in Nord-Süd Richtung und von der Aidenbachstrasse zum Isar-Fahrradschnellweg in West-Ost-Richtung erstmalig ohne Autoverkehr möglich sein.

CSU- und SPD-Fraktion: 1.800 Wohneinheiten im Süden schaffen 

"Um eine ausreichende Versorgung mit öffentlichem Nahverkehr zu erreichen, wird die Verwaltung beauftragt, eine leistungsfähige Verkehrsmittelerschließung zu prüfen. Durch die dann erschlossenen Flächen erscheint der Bau von ca. 1.800 Wohneinheiten dort städtebaulich verträglich und in Hinblick auf den gegebenen Bedarf auch nötig", heißt es in der unter anderem von CSU-Stadtrat Manuel Pretzl und SPD-Stadtrat Alexander Reissl unterzeichneten Vorlage.

 

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