Gemeinsam mit spanischen Beamten Münchner Polizei lässt Familienclan bei Razzia auffliegen

Gemeinsam mit der spanischen Polizei gelang es den Münchner Beamten, Mitglieder eines lange gesuchten Familienclans festzunehmen. (Symbolbild) Foto: dpa

2013 nahm die Münchner Polizei die ersten Mitglieder einer Familie fest, die länderübergreifend Wohnungseinbrüche begeht. Bei einer Razzia in Spanien waren die Beamten nun erneut erfolgreich.

 

München/Taragona - Im Juni 2013 nahm die Polizei in München zwei Jugendliche wegen eines Wohnungseinbruchs fest. Während der Ermittlungen stellte sich heraus, dass die beiden zu einer Familie gehören, die verdächtigt wird, großangelegte Einbrüche und Diebstähle zu begehen - und das in mehreren Ländern! Danach wurde gegen die mutmaßlichen Hinterleute und Mittäter Ertmittlungen eingeleitet, sowohl in Spanien, als auch in Deutschland.

Knapp zwei Jahre später gibt es Neuigkeiten zum Fall: Am Montag erfolgten in einer gemeinsamen Aktion der Polizei München und der spanischen Nationalpolizei zwei Wohnungsdurchsuchungen einer Großfamilie im spanischen Taragona. Im Rahmen des Einsatzes wurden auch drei Personen festgenommen, die des Einbruchs und Diebstahls in München verdächtigt werden. Bei den Festgenommenen handelt es sich um ein serbisches Ehepaar und dessen Sohn mit französischer Staatsangehörigkeit.

Den drei Personen wird vorgeworfen, bei zehn Münchner Wohnungseinbrüchen die Fäden gezogen zu haben. Die entwendeten Gegenstände bei diesen Raubzügen belaufen sich auf einen Wert von rund 800.000 Euro. In Spanien wurden bereits im Jahr 2014 fünf Personen, sowie bei der Razzia am Montag drei Personen wegen des Verdachts auf Wohnungseinbruch festgenommen.

Das Außergewöhnliche: Sämtliche festgenommene Personen gehören einem Familienclan an. Laut Auskunft der spanischen Behörden erbeuteten die mutmaßlichen Täter bei den Einbrüchen in Spanien drei Millionen Euro. Bei den jetzt erfolgten Durchsuchungen wurden Bargeld, Schmuck und Uhren im Wert von 10.000 Euro sichergestellt.

 

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