Geld verloren Stadt Landsberg verliert Millionen bei Spekulationsgeschäften

Der Stadt Landsberg ist durch Fehlspekulationen mit Finanzderivaten ein Schaden von mehr als zwei Millionen Euro entstanden. Foto: dpa

Schaden von mehr als zwei Millionen Euro für die Stadt Landsberg: Verhängnisvoller Handel mit Finanzderivaten – Kämmerer drohen Disziplinarmaßnahmen.

 

Landsberg - Der Stadt Landsberg ist durch Fehlspekulationen mit Finanzderivaten ein Schaden von mehr als zwei Millionen Euro entstanden. Die Kämmerei habe Geschäfte abgeschlossen, die weder vom Kommunalrecht noch durch Stadtratsbeschlüsse gedeckt waren, erklärte Oberbürgermeister Ingo Lehmann (SPD) am Donnerstag. Der Millionenschaden sei auch durch die fehlerhafte Beratung einer Bank zustande gekommen.

Gegen den verantwortlichen Kämmerer soll Lehmann zufolge ein Disziplinarverfahren eingeleitet werden. Der Oberbürgermeister will zudem die Landesanwaltschaft einschalten.

Der Landsberger Stadtrat hatte laut Mitteilung im Jahr 2004 beschlossen, zur Steuerung und Optimierung der bestehenden Kredite künftig auch Finanzderivate einzusetzen. Dabei scheint der zuständige Kämmerer seine Kompetenzen jedoch weit überschritten zu haben.

Der betroffene Mitarbeiter wurde bislang nicht vom Dienst suspendiert, wie eine Sprecherin der Stadtverwaltung auf Anfrage mitteilte. Man wolle zunächst das Ergebnis der weiteren Ermittlungen abwarten.

OB verspricht Aufklärung

Oberbürgermeister Lehmann versprach am Donnerstag lückenlose Aufklärung der Affäre. „Alle Fakten müssen auf den Tisch“, sagte er. Dem Rathauschef zufolge wurden die Unregelmäßigkeiten bereits im Frühjahr 2011 entdeckt. Daraufhin habe die Stadt einen externen Wirtschaftsprüfer mit der Untersuchung des Falles beauftragt.

Bei der Vorlage des Abschlussberichts am Donnerstag sagte Lehmann, er stehe zu seiner politischen Verantwortung und werde alles tun, um den wirtschaftlichen Schaden für die Stadt so weit wie möglich zu verringern.

Derzeit liefen bereits Gespräche mit der Bank. Dem Vernehmen nach strebt die Stadt einen Vergleich an. „Dann entscheiden wir, welche rechtlichen Schritte weiter verfolgt werden“, sagte Lehmann.

 

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