Geld für Moschee Islamzentrum: Stadtrat verlängert Zahlungs-Frist

Rund 30 Millionen Euro soll das geplante Islamzentrum an der Dachauer Straße kosten - mit illuminiertem Minarett, Moschee, Gemeindezentrum und einem öffentlichen Platz. Allein für das Grundstück sind angeblich rund 4,4 Millionen Euro fällig. Foto: Jasarevic Architekten

Weiter wartet das Münchner Forum für Islam auf das Geld des saudischen Spenders. Die Stadt hat jetzt ein letztes Mal die Frist für die Grundstücks-Reservierung an der Dachauer Straße verlängert.

München - Das vorgesehene städtische Grundstück für das Islamzentrum an der Dachauer Straße bleibt noch bis zum 30. Juni 2016 für das Projekt reserviert. Spätestens bis dahin muss die Großspende eingegangen sein, mit der der Kaufpreis für das Areal hinterlegt werden kann.

Der Ältestenrat des Münchner Stadtrats stimmte damit einstimmig einer „letztmaligen Verlängerung der Frist für die Finanzierung der Grundstückkosten“ zu, um die der Forums-Vorstand, Imam Benjamin Idriz und der Vorsitzende des Kuratoriums, Altoberbürgermeister Christian Ude, die Stadt gebeten haben.

Wenn der Grundstückspreis fristgerecht hinterlegt werden kann, haben die Initiatoren bis zum Ende des Jahres Zeit, die Gesamtfinanzierung des Projekts, nachzuweisen.

Der Ältestenrat hat noch einmal betont, dass über die Person des Spenders volle Transparenz hergestellt werden muss. Falls die Spende nicht fristgerecht eingehen sollte, wird die Stadt das Grundstück anderweitig verplanen.

Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) sagte dem BR gegenüber, dass es sich dabei um die letzte Verlängerung handle. Man wolle mit der Unterstützung des Projekts zeigen, dass man "es mit der Religionsfreiheit in der Stadt ernst nehme", auch wenn es Geduld brauche.

 

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