Gegendarstellung des e.V. TSV 1860: Löwen-Präsidium verurteilt "Angriffe Hasan Ismaiks auf Michael Scharold"

, aktualisiert am 17.06.2019 - 17:40 Uhr
Gegner in derselben KGaA: Investor Hasan Ismaik (li.) sowie 1860-Präsident Robert Reisinger (Mi.) und dessen Vize Hans Sitzberger, die den Verein als zweiten Gesellschafter vertreten. Foto: Collage AZ/Augenklick

Der TSV 1860 reagiert auf die Attacke seines Investors Hasan Ismaik "mit deutlichem Befremden". Das Löwen-Präsidium nimmt Michael Scharold in Schutz.

 

München - Das Schauspiel von Giesing nimmt seinen Lauf.

TSV 1860 reagiert auf Ismaik-Attacke

Nachdem Anteilseigner Hasan Ismaik Geschäftsführer Michael Scharold mittels eines Facebook-Posts in Frage gestellt hatte, reagiert nun der andere Gesellschafter.

"Das Präsidium des TSV München von 1860 e.V. nimmt in seiner Stellung als Gesellschafter der TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA mit deutlichem Befremden eine öffentliche Mitteilung unseres Mitgesellschafters Hasan Ismaik via Facebook zur Kenntnis", hieß es in einer Stellungnahme vom frühen Montagnachmittag.

Der Verein verurteile "die öffentlichen Angriffe Hasan Ismaiks auf den Geschäftsführer der TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA, Michael Scharold".

Ismaik hatte Scharold angezählt

Ismaik hatte Scharold in einem Posting scharf attackiert und öffentlich angezählt. "In den Aufsichtsratssitzungen der letzten 12 Monate hatte Michael Scharold laut Auskunft der HAM-Vertreter bei seinen Etat-Präsentationen immer wieder unterschiedliche Zahlen vorgelegt. Sehr wohl wurde das von Saki Stimoniaris, Andrew Livingston und Yahya Ismaik immer wieder kritisiert", hatte Ismaik geschrieben - und personelle Konsequenzen gefordert: "Warum hat dieses fahrlässige Handeln keine Konsequenzen? Warum sitzt das Präsidium um Reisinger den groben handwerklichen Fehler seines eingesetzten Geschäftsführers aus?"

Das Löwen-Präsidium verteidigte nun den Finanzchef. Die Angriffe seien "nicht nur in ihrer Form völlig inakzeptabel, sondern auch sachlich falsch. Die Bezichtigungen unseres Mitgesellschafters folgen leider einem aus der Vergangenheit bekannten Muster", hieß es in der Stellungnahme von Oberlöwe Robert Reisinger und dessen Stellvertreter Hans Sitzberger sowie Heinz Schmidt: "Wir schätzen Michael Scharold als fachlich sehr qualifizierten Geschäftsführer. Er ist uns als ein Mann des Ausgleichs bekannt."

Hat Scharold so noch eine Zukunft beim TSV 1860?

Der Oberbayer genieße demnach das "uneingeschränkte Vertrauen des Vereins". Nach den jüngsten Entwicklungen ist jedoch unklar, ob der bemitleidenswerte Sechzig-Chef (zumindest langfristig) noch eine Zukunft an der Grünwalder Straße 114 hat.

 

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