Gegen Würzburg soll die Serie reißen TSV 1860 zuhause und auswärts: Die zwei Löwengesichter

Will gegen Würzburg punkten: LÖwencoach Daniel Bierofka. Foto: Rauchensteiner/Augenklick

Daheim überzeugt der TSV 1860 München. In der Ferne lässt die Bilanz zu wünschen übrig. Coach Daniel Bierofka ist vor dem Spiel in Würzburg aber zuversichtlich.

 

München - Furchtlos, aggressiv und kampflustig – beim 3:1-Heimsieg gegen den 1. FC Kaiserslautern fletschten die Löwen die Zähne und beherrschten ihre sportliche Beute. Die Roten Teufel wirkten eingeschüchtert, in die Ecke gedrängt. Angriffsversuche kontrollierte das Team von Daniel Bierofka meist vor der Strafraumgrenze, zur Not war Hendrik Bonmann zur Stelle.

Im Revier der Löwen hatten es die Teufel mit der Angst zu tun. Im Grünwalder Stadion, der Sechzger Kultspielstätte, sind die Löwen der König: Platz drei in der Heimtabelle der Dritten Liga zeigt, wozu die Mannschaft imstande ist – mit den Fans im Rücken, mit der Vertrautheit auf eigenem Rasen.

Im Grünwalder sind die Löwen eine Macht

Lediglich Unterhaching (13 Punkte) und Duisburg (12 Punkte) sammelten im heimischen Stadion noch mehr Punkte als die Giesinger.

Auswärts gleicht die Bierofka-Elf eher einem verängstigten Reh als einem König unter den Tieren. Die zwei Löwengesichter. Platz 16, Abstiegsrang in der Ferne, bei nur einem Sieg und vier Niederlagen. Für Kapitän Felix Weber soll sich das schnell ändern. "Wir wollen unsere Auswärtsbilanz unbedingt verbessern", sagte er bei "liga-3-online.de".

TSV 1860 will auswärts punkten

Auswärts auftrumpfen – mit dieser Mission soll es heute gegen die Würzburger Kickers (ab 19 Uhr im AZ-Liveticker) losgehen – für 1860-Trainer Daniel Bierofka ein Gegner auf Augenhöhe. Er will die Franken "unter Stress setzen" und hat die Defensive als Schwachpunkt ausgemacht. Sein Plan ist es, "sie so zu bespielen, dass sie Fehler machen hinten", sagte der Trainer vor der Partie. "Defensiv gut stehen und die Umschaltmomente nutzen – das, was wir in Duisburg nicht geschafft haben."

Für Timo Gebhart, der nach seinem ersten Saisontor gegen Kaiserslautern erneut in der Startelf stehen könnte, sind jedoch nicht nur sportliche Aspekte für die schwache Auswärtsbilanz verantwortlich. Ganz im Gegenteil. Er fordert: "Gas geben und keine Angst haben." Die Torbilanz unterstreicht die Auswärtsfurcht der Löwen.

Auswärts sind die Löwen anfällig

Gerade einmal vier Tore schoss 1860 in fremden Stadien in dieser Saison, kassierte dabei aber 13 Gegentreffer. "Man muss auch sehen, gegen wen wir auswärts gespielt haben. Das waren schon schwere Auswärtsspiele", relativierte Bierofka. Die Niederlagen in Braunschweig und zuletzt in Duisburg (beide 1:2) seien eher unglücklich gewesen. "In Braunschweig hätten wir das Spiel nicht unbedingt als Verlierer verlassen müssen. In Duisburg war es relativ lange auch ausgeglichen." Dass sein Team mithalten könne, ermutigt Bierofka. "Daraus ziehe ich meine Zuversicht, dass wir auswärts auch gewinnen können."

Panik machen um die Zaghaftigkeit in der Ferne – bei ihm Fehlanzeige. Zu pragmatisch der Blick des Oberlöwen.

TSV 1860: Wer spielt gegen Würzburg?

Zumal seine Mannschaft in dieser Saison beim 1:0 in Chemnitz bereits bewiesen hat, dass sie auch auswärts mutig und bissig sein kann. Matchwinner war damals Junglöwe Leon Klassen, der nach seinem starken Auftritt gegen die Pfälzer Kellerkinder wieder mit einem Spiel von Beginn an rechnen darf.

Setzt ihn Bierofka wieder auf der linken Abwehrseite ein, müsste der etatmäßige Linksverteidiger Phillipp Steinhart, der nach seiner Gelb-roten Karte wieder einsatzbereit ist, auf die Bank. Auch Rechtsverteidiger Herbert Paul und Angreifer Stefan Lex sind wieder fit. "Momentan kann sich niemand sicher sein", sagte Bierofka. Jeder müsse um seinen Platz kämpfen. Vielleicht findet das Team so auswärts zu seiner Bissigkeit. 

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