Gegen Bremerhaven Neuzugang Nick Johnson ist Topscorer: Angekommen!

Gegen Bremerhaven war Nick Johnson Bayerns bester Mann auf dem Feld. Foto: sampics/Augenklick

Gegen Bremerhaven ist Bayerns Neuzugang Nick Johnson mit 15 Punkten der beste Werfer und hinterlässt auch sonst einen guten Eindruck. Bayern-Coach Sasa Djordjevic lobt seine Mannschaft.

 

München - Etwas mehr als zwei Wochen ist es her, da stellte die Basketballabteilung des FC Bayern ihren Neuzugang vor.

Zwei Wochen – keine wirklich lange Eingewöhnungszeit. Vor allem dann nicht, wenn man wie Nick Johnson (23) das erste Mal die US-amerikanische Heimat in Richtung Europa verlässt.

Am Sonntag setzte Johnson aber bereits das erste Ausrufezeichen. 15 Punkte steuerte er zum 103:78-Sieg gegen die Eisbären Bremerhaven bei, er war damit der beste Werfer auf dem Feld. Schon bei seiner Vorstellung hatte der 1,91-Mann aus Arizona versprochen: „Ich passe mich sehr schnell an. Ich glaube, das wird nicht lange dauern.“ Gleichzeitig versuchte der Verein, die Erwartungen an den Hoffnungsträger nicht zu erdrückend werden zu lassen.

Trainer Sasa Djordjevic mahnte: „Nick ist immer noch dabei, seine körperliche Verfassung zu verbessern. Wir wollen nicht zu viel Last auf seine Schultern legen, aber wir brauchen seine Fähigkeiten. Trotzdem müssen wir Geduld haben, bis wir das Beste von ihm sehen werden.“

Johnson profitiert von Spielweise

Völlig unerwartet kam Johnsons gute Leistung nun jedoch nicht. Drei Spiele hat der US-Amerikaner bis jetzt für die Bayern absolviert. Zwar noch keines von Beginn an, dafür kam der 23-Jährige immer auf beachtliche Einsatzzeiten. Bei seinem ersten Spiel für den neuen Arbeitgeber konnte Johnson die deutliche Niederlage gegen Bamberg noch nicht verhindern. Gegen Podgorica feierte er dann einen gelungenen Einstand im Eurocup. Jetzt, im ersten Ligaheimspiel, überzeugte Johnson endgültig.

Profitiert haben dürfte er dabei auch von der Spielweise seiner neuen Mannschaft. „Bei 25 Assists kann man wohl sagen, dass wir die Bälle heute sehr gut verteilt haben. Das weiß ich zu schätzen“, lobte Djordjevic nach Spielende. „Es ist mehr Team-Basketball. Der Ball wird sehr viel bewegt, sie spielen alle füreinander. In der NBA hast du ja mehr das individuelle Spiel“, hatte Johnson die europäische Spielweise vor zwei Wochen analysiert.

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Eine Spielweise, die ihm offensichtlich entgegenkommt. Momentan hat er auch die Gelegenheit, sich alle drei Tage an den neuen Spielstil zu gewöhnen.

Am Mittwoch ist St. Petersburg im Audi Dome zu Gast, am Samstag dann Aufsteiger Rasta Vechta in der Bundesliga.

Vielleicht finden die Verantwortlichen des FCBB danach ja mal den passenden Zeitpunkt, ein Foto von ihrem Neuzugang zu machen. Auf der vereinseigenen Webseite ist Johnson nämlich noch gesichtslos.

 

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