Gefährliche Einsätze Feuerwehr München: Die Blaumänner vom Umweltdienst

, aktualisiert am 06.02.2020 - 17:14 Uhr
Edi Schwab und sein Kollege demonstrieren, wie schwierig die Arbeit im Schutzanzug ist. Foto: rah

Der Umweltdienst der Feuerwehr rückt aus, wenn der Job vor Ort wegen Chemikalien oder Giftstoffen extrem gefährlich ist.

 

München - In den blauen Kunststoffanzügen kann es im Sommer sehr schnell sehr heiß werden. "Da schwitzt man wie in der Sauna", erzählt Edi Schwab. "Und man kann sich nicht mal den Schweiß im Gesicht abwischen." Dazu tragen er und seine Kollegen grüne Gummistiefel. Eine interessante Farbkombi. Heidi Klum hätte für den Look vermutlich kein Foto übrig. "Die Stiefel sind die Einzigen, die säurebeständig sind", sagt Schwab, "die gibt es nur in Grün".

Die Anzüge schützen vor giftigen Chemikalien, Gasen und anderen gefährlichen Substanzen. Der Umweltdienst ist spezialisiert auf die Gefahrenabwehr bei atomaren, biologischen und chemischen Gefahrenstoffen.

Schutzanzüge: Entsorgung nach jedem Einsatz

Am Rücken ist der Spezialanzug mit zwei Filtern ausgestattet, die die Atemluft reinigen. Maximal vier Stunden kann man es in dem Schutzanzug aushalten, dann muss gewechselt werden. Nach jedem Einsatz müssen die Schutzanzüge entsorgt werden.

Gut gebrauchen konnte die Feuerwehr die Schutzanzüge letzten März, als jemand eine verwesende Maus per Post an das Erzbischöfliche Ordinariat schickte. Der Kadaver stank so erbärmlich, dass ABC-Alarm ausgelöst wurde.

 

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