GAZtro Wiedereröffnung Weisses Bräuhaus: Dratzerl und Freibier

Zur Eröffnung ein frisch gezapftes Bier: Die Bedienungen hatten alle Hände voll zu tun. Foto: Norbert Güntner/ho

Über ein Jahr lang war es zu, jetzt ist das Weisse Bräuhaus endlich wieder offen: Renoviert und mit neuer Küchen-Philosophie. An Guadn!

 

Berg am Laim - Ganze 14 Monate und ein paar Millionen Euro waren nötig, um dem Weissen Bräuhaus in Berg am Laim neues Leben einzuhauchen. Das Wirtshaus wirkt nun wie die einst von Roman Herzog beschriebene Symbiose aus Laptop und Lederhose. Tradition trifft auf Moderne und heraus kommt ein Lokal, dass gleichzeitig ziemlich fortschrittlich und doch bodenständig wirkt.

Das Rad wurde natürlich auch hier nicht neu erfunden, nur ein bisschen aufpoliert. Eine bayerische Wirtschaft muss schließlich aussehen wie eine bayerische Wirtschaft. Das Küchenkonzept im Weissen Bräuhaus ist dagegen neu. „Bier und kleine Schweinereien“ erwarten künftig die Gäste, wie es Wirt Otmar Mutzenbach formuliert. Schweinerei bedeutet keineswegs irgendetwas Schweinisches, sondern bayerische Tapas. Die Grundidee der „Dratzerl“, wie die kleinen Gerichte hier genannt werden, ist laut Mutzenbach einfach: „Man kann vieles probieren, ohne ein Risiko eingehen zu müssen.“

Gebackenes Spanferkelhirn, Zungenragout oder Kalbsnieren in Senfsoße klingen zwar nach einem kulinarischen Risiko, doch glücklicherweise umfasst die Auswahl auch etwas gewöhnlichere Dratzerl wie Fleischpfanzerl oder Obatzda. Darüber hinaus gibt es im Weissen Bräuhaus alles das, was in einem bayerischen Wirtshaus traditionell auf einem Teller ladet. Da dürfen Schweinsbraten, Brotzeit, Tafelspitz und Co. natürlich nicht fehlen.

Zur bayerischen Kost gehört natürlich Bier. In der Zukunft will man im Weissen Bräuhaus auch wieder selbst brauen. Dazu soll die alte St. Michael Brauerei neben dem Wirtsgarten wiederbelebt werden. Bis es soweit ist, warten in der Wirtschaft Bier-Spezialität der Schneider Brauerei. Stolze zehn Weißbiersorten finden sich in der Karte, darunter ist auch das Bier, das gemeinhin als das beste Bier der Welt bezeichnet wird: Freibier.

Allerdings gibt es den Gratis-Gerstensaft nur für 77-Jährige, die in Begleitung ihrer Eltern in die Wirtschaft kommen. Speisenkarten-Humor ist so eine Sache für sich und bei Bier hört der Spaß spätestens auf.

Baumkirchner Straße 5, Telefon 431 63 81, tägl. 9-23.30 Uhr.

 

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