GAZtro Spezis machen Spezi

Prost: Eizbach-Erfinder Manuel und Freundin Stefanie stoßen auf den Erfolg der Limo an. Foto: Daniel von Loeper

Kalt und klar wie die Welle im Englischen Garten: Mit Eizbach kommt die durchsichtige Cola zurück nach München.

 

Lehel -  Vor über 20 Jahren schwappte eine Crystal-Welle über Deutschland. Die Rede ist nicht von der Droge, sondern von Crystal Cola, von der es angeblich auch ein paar Fälle der Abhängigkeit gegeben haben soll. So plötzlich wie die durchsichtige Cola auf den Markt kam, so schnell war sie auch wieder verschwunden und Cola blieb fortan braun, zuckrig und undurchsichtig. Bis jetzt.

Der Münchner Manuel Schulz kann sich auch noch an die Zeit erinnern, als er damals seine erste durchsichtige Cola getrunken: „Als Kind fand ich die Cola super. Es war schade, dass es sie dann nicht mehr gab.“ Jetzt hat Schulz gemeinsam mit Freunden die kristallklare Cola wieder zurückgebracht.

Der Name ihrer Firma lautet „Eizbach“ und ist eine Hommage an den Münchner Eisbach. Das „Z“ im Namen stammt vom Wort Spezi, dass die Getränkeunternehmer seit wenigen Wochen nun auch im Programm haben. Eigentlich ist es gar kein Spezi, da der Name markenrechtlich geschützt ist und deshalb heißt das Colamixgetränk „Calypzo“. Das „Z“ kommt wieder von Spezi.

Im Gegensatz zu vielen anderen Jungunternehmer, die neue Getränke und Produkte auf den Markt bringen oder wollen und dabei möglichst nah am Zeitgeist produzieren, geben sich die Macher von Eizbach betont gelassen. „Wir pfeifen auf bio, vegan, zuckerfrei, light oder sonst irgendwas“, ist ihrer Webseite zu entnehmen. „Eizbach“ produziert in Lohnabfüllung Limonaden, die einfach nur schmecken sollen.

Gut, ein Prise Coolness steckt auch in den Flaschen, aber das ist ja auch nicht verboten. Ihre Limonaden finden in und um München immer mehr Anhänger, aber hauptsächlich können Colamix und Cola der jungen Firma in Kneipen und Restaurants getrunken werden. „Es ist cool, wenn Leute unsere Sachen trinken“, sagt Schulz.

„Als ich das erste Mal gesehen habe, wie jemand im Café Jasmin die Cola trank, habe ich das erst gar nicht überrissen.“ Es kann gut sein, dass sich Schulz und seine Mitstreiter an den Anblick von Menschen, die ihre Produkte trinken, gewöhnen müssen. Es wäre nicht das erste Münchner Getränkeunternehmen, dass von sich reden macht.

 

1 Kommentar

Kommentieren

  1. Ihre Daten können Sie in Ihrem Benutzerkonto ändern. Dieses finden Sie oben rechts .

loading