gAZtro-Neueröffnung Maxvorstadt: Amore und Spezi-Royal

Lissie Kieser und Michi Kern in ihrer Amore-Bar. Foto: Bernd Wackerbauer

Michi Kern hat mit zwei Szene-Kennern eine nüchtern-schicke Bar aufgemacht.

 

München - "Wenn jemand fragt, wofür du stehst, sag für Amore, Amore!" singt die österreichische Band Wanda in ihrem Hit "Bologna". In dem Song klingt eine Sehnsucht nach dem warmen Süden an und die lässige Haltung, dass man mit genug "Amore" schon irgendwie durchs Leben kommt.

In diese Welt will uns auch die Amore-Bar mitnehmen, die ihren Namen dieser Lied-Zeile verdankt und letzte Woche in der Adalbertstraße 23 ihre Eröffnung gefeiert hat.

"Amore"-Bar zur Zwischennutzung

Nach 30 Jahren hat das Restaurant "Zest" hier seinen Betrieb aufgegeben und bis entschieden ist, was mit dem Haus geschieht, ist die Amore-Bar zur Zwischennutzung eingezogen. Hinter dem Projekt stehen Gastro-Gründerin Lissie Kieser, Unternehmer Gregor Wöltje und die Münchner Nachtclub-Legende Michi Kern, von denen auch anderes Bekanntes stammt: zum Beispiel das Lost-Weekend-Café in der Schellingstraße oder das bis Januar betriebene Lovelace-Hotel in der Kardinal-Faulhaber-Straße.

Ihre Handschrift ist gleich erkennbar, wenn man die Bar betritt: ein nüchtern gestalteter Bartresen und Sitzgelegenheiten aus hellem Holz, dazu gelbe Industrie-Design-Hocker und -Sessel und tiefblaue Wände.

Künstler gestalteten den Innenraum - Motto: "Amore"

Für besondere Hingucker wurden zwei Künstler beauftragt: Der Münchner Grafiker Gabe hat großflächige Wand-Illustrationen angefertigt, die Wiener Künstlerin Raphaela Riepl eine Deckeninstallation aus Neon-Röhren und Spiegeln.
Eine Vorgabe habe sie den Künstlern nicht gegeben, sagt Lissie Kieser, nur das Thema "Amore".

Darüber hinaus soll die Amore-Bar noch auf andere Weise eine Bühne für künstlerische Freiheit sein. Neben dem Barbetrieb werden hier regelmäßig Lesungen, Ausstellungen oder Diskussionen stattfinden. Los geht es mit der Münchner Autorin Joana Osman, die am 22. Oktober aus ihrem Debütroman liest.

Hinter dem Tresen steht hier, wer in so einer Bar halt hinter dem Tresen stehen muss: vollbärtige Barkeeper mit Tattoos und bunt gemusterten Hemden. Zu Trinken gibt es Bar-Klassiker: zum Beispiel einen Gin Tonic (9 Euro) mit Bio-Gin von der Erfurter Destillerie "Brick" oder ein Helles von Tilmans (4,50 Euro). Zudem wird auch eine moderne Interpretation eines Münchner Klassikers angeboten, und zwar "Spezi-Royal", ein Mix aus Wodka, Bio-Cola und Orangensaft (9 Euro).


Adalbertstraße 23, Donnerstag bis Samstag, 18 bis 23 Uhr

 

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