gAZtro-Neueröffnung Café "Zamgwürfelt": Keine Angst vor Fettflecken auf Spielkarten

Das Café "Zamgwürfelt" liegt in der Einkaufspassage. Foto: ape

Panini und Monopoly: Zum Glück haben die Macher vom Spielecafé "Zamgwürfelt" keine Angst vor Fettflecken auf Spielkarten.

 

Ein paar der Spieleboxkanten sind leicht abgestoßen und aufgeraut, zum Beispiel bei "Das verrückte Labyrinth" oder "Scotland Yard". Die kennen Sie vielleicht selbst aus Ihrer Jugend oder von Ihren Kindern – und sie sehen so aus, weil sie auch schon im Kinderzimmer von Florian Kumschier im Regal gelegen haben.

Das neue Brettspiel-Café "Zamgwürfelt" im Olympiadorf hat sich noch nicht ganz entschieden zwischen Hobbyraum und Sandwich-Lokal. Muss es aber vielleicht auch gar nicht. Die beiden Brettspiel-Fans Stylianos Kalaitzis und Florian Kumschier stellten fest, dass es in München noch kein Café gibt, in dem man Spiele ausleihen und auch gleich spielen kann und dabei aber weder verhungern noch verdursten muss.

"Zamgwürfelt": Das steht auf der Speisekarte

Diese Lücke schließt nun seit September das "Zamgwürfelt". Anfangs gab’s jeden Tag ein anderes frischgekochtes Gericht auf der Karte, "da mussten wir aber zu viel wegwerfen, weil sich bei dem Konzept nicht genau planen lässt, wie viele Menschen kommen", sagt Florian Kumschier, eigentlich Konstrukteur und Projektmanager.

Jetzt wird immer am Freitag gekocht – Spaghetti Bolognese, Kürbissuppe oder kreolischer Linseneintopf, nach Rezepten von Florians Oma – und am Samstag Kuchen gebacken (Stück 3,50 Euro).

Insgesamt ist die Küche viel reduzierter als in der Pizzeria, die vorher im Laden war: Es gibt Panini mit Fleisch oder vegetarisch (drei großzügige Sandwiches für 4,80 Euro), bei denen Stylianos und Florian keine Sorge haben, dass sie Fettflecke auf die Spielkarten machen, viel Süßkram aus dem Glas und so viele Teesorten, dass sich sogar die Monstrosität "Lemon Cake" druntermischen konnte.

Mehr als 500 Spiele gibt es im Café

Und natürlich die Spiele. Mehr als 500 sind es – zwei deckenhohe Regale voll im Café, und noch einmal eine kleine Bibliothek im Keller. Es sind die großen Klassiker dabei wie eben "Das verrückte Labyrinth", "Tabu" oder Schach, die Kassenschlager wie das Spiel des Jahres "Azul" oder zig Versionen von "Siedler von Catan", aber auch etwas speziellere wie "Scythe", "Firefly" oder "Eldritch Horror". Berührungsängste muss niemand haben: Das Café-Team hat sich alle Spielanleitungen draufgeschafft und erklärt gern – oder berät, welches Spiel passen würde.

"Zamgwürfelt"-Konzept überzeugt

Überhaupt geht es im "Zamgwürfelt" viel darum, dass jeder findet, was passt. Dienstags gibt’s einen Schach- und Go-Abend, für alle, die immer keine Mitspieler gefunden haben, donnerstags wird aus demselben Grund geschafkopft.

Und bald gibt’s auch Schilder, die man auf seinen Tisch stellen kann, mit der Aufschrift: "Mitspieler gesucht". "Wir sehen uns als Platz, wo man Leute kennenlernt", sagt Kumschier.

Am 26. Dezember ist geöffnet, auch am 31. Dezember für eine öffentliche Silvesterfeier. Und am 15. Dezember gibt’s einen Brettspiel-Flohmarkt – sozusagen, damit neue Lieben entstehen können. Oder jemand "Scotland Yard" für sich wiederentdeckt.


Helene-Mayer-Ring 14, Di-Fr 16-23 Uhr, Sa/So 10-23 Uhr, Spielgebühr 2 Euro pro Stunde pro Person (Tagesticket 8 Euro), Reservierungen per Mail an hallo@zamgwuerfelt.de

 

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