Gastronomen in der Corona-Krise Tim Mälzer droht Pleite: "Wenn das weitergeht, bin ich in drei Monaten bankrott"

Tim Mälzer macht bei "Markus Lanz" auf die schwierige Lage der Gastronomen in der Corona-Krise aufmerksam. Foto: Georg Wendt/dpa

Fernsehkoch Tim Mälzer spricht bei Markus Lanz den Gastronomen in der Corona-Krise aus der Seele: Wenn jetzt keine Soforthilfen fließen, stehen Millionen Gaststättenbetreiber vor dem finanziellen Ruin.

 

Tim Mälzer betreibt mehrere Restaurants, zwei davon sind bereits von einer endgültigen Schließung bedroht. Sein Glück: im Gegensatz zu anderen Gastronomen konnte er sich durch seine Bekanntheit einen finanziellen Puffer aufbauen, doch auch dieser geht laut dem Koch in drei Monaten zur Neige. Viele kleinere Lokale dürfte das endgültige Aus hingegen schon viel früher treffen.

Tim Mälzer bei "Markus Lanz"

Am Donnerstag war Tim Mälzer bei "Markus Lanz" per Video-Anruf zugeschaltet, genauso wie Vizekanzler Olaf Scholz. Tim Mälzer spricht die Hauptprobleme der Gastronomen während der Corona-Krise an: hohe Mieten und hohe Lohnkosten. Er selbst beschäftigt 200 Mitarbeiter, die er momentan noch voll bezahlt.

Mälzer wendet sich direkt an Scholz: "Wenn jetzt nicht sehr sehr schnell Finanzhilfen kommen, dann werden in kurzer Zeit sehr viele Läden schließen müssen." Er hat klare Wünsche an den Vizekanzler: Unter anderem Kurzarbeitergeld, welches 80 statt 60 Prozent des Lohns übernimmt, er würde sich wie viele Kollegen bereiterklären auf 100 Prozent aufzustocken.

Tim Mälzer hält wenig von Krediten für Unternehmen

Von den Krediten, die Momentan häufig im Gespräch sind, hält er hingegen wenig: "Denn das Steak, was ich heute verkaufe, verkaufe ich übermorgen nicht zweimal. Dadurch verzögert man nur Insolvenz. Nehmt uns bitte Lasten ab!"

 

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