Zwischennutzung in Laim Café Steinchen: Ein Parkplatz wird zum Kulturcafé

An der Agnes-Bernauer-Straße 77 ist derzeit vor allem Müll zu sehen. Bald soll eine Zwischennutzung den Platz zum Café machen. Foto: privat

Für das Café Steinchen hat die Stadt hat in Laim eine Zwischennutzung genehmigt. Zwei Schwestern wollen hier Speisen und Kaffee unter freiem Himmel servieren. Die Finanzierung fehlt noch.

 

München - Von dem Grundstück neben der Fürstenrieder Schule klauben zwei Schwestern gerade den Müll aus den Büschen. Künstlerfreunde sollen eine Wand anmalen. "Man soll sich bei uns wie in einer anderen Welt fühlen", sagt Alexa Steinke. Denn das Kulturcafé "Steinchen" in Laim kommt.

Die Schwestern Laura und Alexa Steinke haben die Genehmigung für die ersehnte Zwischennutzung bis Ende 2020 erhalten. Anfang Juli eröffnen sie ihr temporäres Kulturcafé auf einem 500 Quadratmeter-Parkplatz an der Agnes-Bernauer-Straße 77, ein trostloser Platz, der seit 30 Jahren brach liegt.

Unter den dann aktuellen Corona-Auflagen für Biergärten wollen sie hier servieren und mit ihren Gästen plaudern.

Kulturcafé: Übersee-Container, Bauwagen und Möbel aus zweiter Hand

Die Steinke-Schwestern haben für ihr Café einen Übersee-Container gekauft, der 20 Sitzplätze hat. Ein Bauwagen wird Kiosk und Imbiss. Dazwischen sitzen die Gäste auf einer riesigen Holzterrasse von 50 Quadratmetern: auf Stühlen und gemütlich in Liegestühlen – bei kühleren Temperaturen gibt es Kuscheldecken.

Lampions und Pflanzen sorgen für Flair auf der Freischankfläche. Das Mobiliar dafür? Komplett aus zweiter Hand. Die Schwestern suchten es auf Flohmärkten und stöberten im Fundus von Familie und Freunden. "Alle sagen, das braucht es in Laim", sagt Event-Managerin Alexa Steinke (37). Sie möchte als Wirtin gesund, schmackhaft und regional einkaufen und kochen: Sie will die Szene-Limo Lipz bekanntmachen, die die Frauen aus Leipzig kennen. Kulinarisch gibt es Suppen, Salate und Snacks.

Noch kämpfen die kreativen Frauen mit den Ämtern: "Die schnöde technische Erschließung steht noch aus", erklärt Alexa Steinke. Für Frischwasserzufuhr und Abwasser müssen sie für 15.000 Euro einen Kanal legen lassen.

"Wir überlegen Geld, dafür über Spenden einzusammeln", sagt Alexa Steinke, "schließlich haben wir das Kulturcafé nur bis Ende 2020." Eine Verlängerung des Projekts ist nicht ausgeschlossen. Immerhin hat das beim Café "Gans am Wasser", dem "Grünspitz" in Giesing und der Alten Utting von Daniel Hahn – alles Initiativen, mit denen die beiden Schwestern im Austausch stehen – auch geklappt.

 

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