Fünf Genusstouren Gemütlich Wandern im Allgäu mit tollem Panoramablick

Der Aggenstein bietet hochalpin anmutende Ausblicke. Foto: Lars und Annette Freudenthal

An diesem Wochenende starten viele Bergbahnen wieder. Diese Touren bringen Sie mit und ohne Lift an Aussichtsplätze und versprechen Bergglück ohne Strapazen.

 

Auf den Hochholder nördlich des Großen Alpsees: Fernab des Trubels

Ausgangspunkt: Sternwarte Oberallgäu, Knottenried
Dauer: 2:30 Stunden
Strecke: 6,6 km
Anspruch: mittel
Anfahrt: Via A 96/B12/B19 zirka zwei Stunden

Los geht es beim Parkplatz der Sternwarte Oberallgäu oberhalb von Knottenried. Nachdem wir die Bushaltestelle passiert haben, biegen wir noch vor den Häusern am südlichen Ortsrand links in die Einfahrt ab und halten uns anschließend rechts. Auf einem Weg gehen wir nun in Richtung Luitharz. Der Weg ist wenig begangen und hält an einer Wiese vorbei Kurs auf einen Waldrand.

Nach einer Lücke zwischen zwei Waldstreifen geht es etwas abwärts. Wir halten uns auf der rechten Seite eines Weidezauns und laufen über Gras, bis wir weiter unten auf einen breiteren Weg treffen. Dort halten wir uns rechts, nehmen die Linkskurve und biegen beim Bildstock mit der Jahreszahl 1862 links in Richtung Zaumberg-Einharz ab.

Nachdem wir Luitharz passiert haben, geht es nach Akams. Am Ortsrand von Akams biegen wir links ab und folgen der Beschilderung, nun in nördlicher Richtung, auf den etwas abseits vom Wanderweg gelegenen Gipfel des Hochholder. Zurück auf dem Wanderweg tauchen wir in den Wald ein, wo wir bei der nächsten beschilderten Kreuzung links abzweigen und an einer Schutzhütte sowie dem Ferienhof Klepf vorbei zurück nach Knottenried wandern. Die letzten Meter bis zu unserem Ausgangspunkt bei der Sternwarte erfolgen auf bekanntem Weg.

Oberried: Ein verschwundenes Dorf entdecken

Ausgangspunkt: Kapelle Unterried
Dauer: 2 Stunden
Strecke: 5 km
Anspruch: mittel
Anfahrt: Via A 96/B12/B19 zirka zwei Stunden

Bei der Kapelle wenden wir uns nach rechts und kreuzen den Berghofener Bach. Der Aufstieg nach Breiten führt uns zunächst auf der wenig befahrenen Straße durch den Wald. Nach dem Wald geht es bei einer Verzweigung links und am Bildstöckle vorbei. Weiter bergan führt die Straße um Breiten herum und passiert eine Mautstelle. Der Weg beschreibt eine Linkskurve hoch zur Stuttgarter Hütte.

Wenige Meter unterhalb vom Parkplatz Breiten wechseln wir am Waldrand auf den rot-weiß markierten Bergweg zur Oberrieder Kapelle. Nachdem wir im Wald ein zweites Mal den Berghofener Bach gekreuzt haben, überqueren wir eine Bergwiese. Sowie uns der Weg in nördlicher Richtung erneut in den Wald führt, müssen wir beim Abzweig Oberried scharf links abzweigen. Der Abstieg erfordert etwas Trittsicherheit.

Wir erreichen nun die Kapelle Oberried. Nun folgen wir der Wegschlaufe durch den noch jungen Obstgarten unterhalb der Rasthütte. Von dort ist die Orientierung einfach, denn wir folgen einfach der gelb-weißen Markierung zurück nach Unterried.

Zwischen Breitenberg und Aggenstein: Fantastisches Bergpanorama mit Aufstiegshilfe

Ausgangspunkt: Bergstation Breitenbergbahn
Dauer: 2:30 Stunden
Strecke: 3,6 km
Anspruch: leicht - mittel
Anfahrt: Via A96 und B12 zwei Stunden

Diese Tour hat zwei Gesichter: Entweder ist sie eine richtig fordernde Wanderung, die durchaus die Pumpe gehen lässt oder sie bietet die Möglichkeit, wunderbares Panorama zu genießen und es dabei gemütlich angehen zu lassen.

Entscheidend ist, ob Sie beim Anstieg (gut 650 Höhenmeter) von der Talstation Breitenbergbahn Ihre eigene Kraft in Anspruch nehmen und zu Fuß gehen. Dann müssen Sie zwei bis drei Stunden zusätzlich einrechnen. Oder Sie sparen sich die Strapazen des Aufstiegs und nutzen den Komfort der Breitenbergbahn. Diese bringt Sie ab diesem Samstag (denn da öffnet die Bahn wieder für Besucher) wieder nach oben (Berg- und Talfahrt 17,50 Euro). An der Bergstation der Breitenbergbahn gibt es noch einmal die Wahl zwischen Anstrengung und angenehmen Müßiggang. Sie können mit der Hochalpbahn noch ein paar Höhenmeter überwinden (Bergfahrt 6,50 Euro), oder Sie gehen zu Fuß.

Wer aus eigener Kraft hinauf will, passiert die Hochalphütte und hält sich an der Gabelung rechts. Nun folgt man dem breiten Schotterweg zur Bergstation der Hochalpbahn.

Auf Höhe der Bergstation biegt man links ab und läuft die nächsten Meter direkt südlich auf den Aggenstein zu. Bei Abzweig Aggenstein muss man links auf den Pfad wechseln, der direkte Aufstieg ist möglich, aber sehr kräftezehrend. Dem Pfad folgend, wird der Gipfel der Tannheimer Berge passiert. Danach steigt man ins Plattenbachtal ab.

Nach der Überquerung des Plattenbachs geht es wieder links. Der Rückweg erfolgt durch einen Bergwald über die beiden Quellbäche des Faulen Graben. Nachdem der Bergweg nochmals kurz ansteigt, kommt man wieder an die Hochalphütte. Hier geht es auf bekanntem Weg zurück zur Bergstation Breitenbergbahn.

Oberstdorf: Ins wildromantische Oytal – und das ohne Mühen

Ausgangspunkt: Mühlenbrücke Oberstdorf
Dauer: 3:30 - 4:30 Uhr
Strecke: 10,4 km
Anspruch: leicht
Anfahrt: Via A96/B12/B19 gute zwei Stunden

Von der Mühlenbrücke geht es auf dem Fußweg zwischen der Trettach und dem Kraftwerk Faltenbach auf den Grubenweg. Wir laufen hier dem Gebirgsbach entgegen. Wir passieren das Café Jägerstand und verlassen den Weg bei Abzweig ins Oytal auf einen Wanderweg, der mit „Himmelsstürmer“ bezeichnet wird. Wir befinden uns nun auf dem Dr-Hohennadel-Weg, der mit einer rot-weißen Markierung ausgewiesen ist. Nach zwei Kilometern am Oybach und durch lichten Bergwald biegen wir rechts auf die Oytalstraße ab. Sie führt direkt zum Berggasthaus Oytalhaus.

Man kann alternativ wenige Schritte vor einer Ahornallee links auf einen Wiesenweg wechseln und entlang einer Schlaufe des Oybachs noch näher an den Seebach Wasserfall kommen. Danach geht es ebenfalls zum Berggasthaus hinauf. Wer noch länger gehen will, kann ab dem Oytalhaus noch bis zur Gutenalpe weiterwandern.

Für den Rückweg nutzen wir die Oytalstraße und laufen durch die Ahornallee. Beim Abzweig Rollerstrecke halten wir uns rechts und folgen der Straße im weiten Bogen um den Schattenberg bis nach Kühnberg. Am Gasthaus Kühberg nehmen wir den Fußweg hinunter zur Oybele-Halle und gelangen über den Parkplatz zur Mühlenbrücke.

Nördlich vom Oberjoch: Durch Quellgebiet an Gumpen vorbei

Ausgangspunkt: Parkplatz 3 beim Wiedhaglift
Dauer: 3 Stunden Strecke: 7,8 km
Anspruch: mittel
Anfahrt: Via A96 und A7 gut zwei Stunden

Zunächst müssen wir hinüber zum Moorparkplatz, von dort geht es an der Moorhütte und dem Moorbad vorbei ins Kematsriedmoos. Hier beginnt ein Weg mit Infotafeln, ein Aussichtsturm bietet sich für einen kurzen Abstecher an.

Weiter nördlich beschreibt der Moorrundweg eine Linkskurve und die Sicht öffnet sich nach Süden, wo der Gebirgszug mit Iseler und Kühgund sichtbar wird. Bei der Deutschen Alpenstraße halten wir uns zweimal rechts. Wir folgen der Alten Jochstraße in ein nahes Waldstück. Im Wald beschreibt der asphaltierte Fahrweg eine Linkskurve und führt uns bald wieder über offenes Gelände naher der Deutschen Alpenstraße und über den Wegweiser Untere Schwand Alpe (dort rechts ab) über die Wertach zur Alpe Untere Schwande. Wir bleiben auf dem Fahrweg und treffen im weiteren Verlauf auf den Hotzenrundweg. Dieser bringt uns zum Sonnenhanglift Unterjoch. Bei der Parkfläche biegen wir rechts ab und folgen der Straße zur Krummenbacher Kapelle.

Hier zweigen wir links ab und halten uns anschließend zweimal hintereinander rechts. So gelangen wir ans untere Ende des Alpsteigtobels. Hier steigen wir auf und gelangen zur Passstraße nahe dem ehemaligen Zollamt. Der Rückweg erfolgt auf der Alten Salzstraße. Ab der Talstation der Grenzwiesbahn führt ein Fußweg entlang der B 308.

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