Freie Wähler Nur wenige Teilnehmer bei Anti-ESM-Demo?

Mit der Kampagne gegen die Euro-Rettung will Freie Wähler-Chef Hubert Aiwanger bundespolitisch Boden gewinnen. Auftakt soll die Kundgebung am Stachus sein. Foto: Daniel von Loeper

Mit bisher 500 angemeldeten Teilnehmern wird die Anti-ESM-Demo der Freien Wähler wohl eher klein. Ob sich - wie angekündigt - die NPD anschließt, ist bisher unklar.

 

München - Eine angekündigte Großkundgebung der Freien Wähler und ihrer Verbündeten gegen den Euro-Rettungsschirm ESM an diesem Samstag in München wird wohl eher klein. Die Behörden sind bislang auf 500 angemeldete Teilnehmer eingestellt, wie ein Sprecher des Münchner Polizeipräsidiums am Donnerstag auf Anfrage sagte.

Ungewiss ist bislang, ob die rechtsextreme NPD ihre Ankündigung wahrmacht und bei der Kundgebung mitdemonstrieren will. „Wir distanzieren uns selbstverständlich von der NPD, die sich da draufsetzen will“, sagte FW-Generalsekretär Michael Piazolo. Die Freien Wähler könnten von sich aus keinen Platzverweis aussprechen, würden aber alle Möglichkeiten ausschöpfen, um die Teilnahme der NPD zu verhindern.

Die Kundgebung auf dem Münchner Stachus soll der Auftakt einer Kampagne gegen die Euro-Rettung sein, mit der Freie Wähler-Chef Hubert Aiwanger bundespolitisch Boden gewinnen will. Mit dabei sind auch der bayerische Landesverband des Bundes der Steuerzahler, die den Grünen nahe stehende Organisation „Mehr Demokratie“ und die eher im rechtsliberalen Lager angesiedelte „Zivile Koalition“ der norddeutschen Adeligen Beatrix von Storch, geborene Herzogin von Oldenburg.

 

9 Kommentare