Flammkuchen und Licherketten Anna Ekke: Bei Frau Bartels um die Ecke

AZ-Lokalredakteurin Jasmin Menrad.
Lion Wagner vor den von Günther Kempf gestalteten Wänden und einer ziemlich starken Abstands-Erinnerung. Foto: Jasmin Menrad

Im Glockenbachviertel hat die große Schwester von Frau Bartels Bar eröffnet und bietet langes Frühstück, Flammkuchen und Lichterketten.

 

Glockenbachviertel - Anna Ekke Kolosseumstraße/Jahnstraße stehen seit Samstag nicht mehr nur Radl, dort sitzen auch viele junge Münchner. An dieser Ecke ist das neue Café Madam Anna Ekke in den ehemaligen Radlladen gezogen – und die Inhaber sind in dieser Ecke keine Unbekannten.

Lion Wagner betreibt zusammen mit Maximilian Thurnhuber auch die Frau Bartels Bar gleich ums Eck in der Klenzestraße, Wagner wohnt auch über der Bar. "Wir sind nicht mehr jung und beide Väter, da war es an der Zeit, dass wir ins Tagesgeschäft reinrutschen", sagt Wagner.

Mit Anna Ekke starten sie schon mit Frühstück, das es bis 15 Uhr gibt. Klassiker wie Joghurt mit frischen Früchten und Agavensirup (5,50 Euro), aber auch die Stramme Anna Ekke (7,50 Euro) mit Brot, Bio-Spiegelei, gebratener Speck, gehobelter Parmesan und Kräutern oder Shakshuka (9,50 Euro) aus Israel mit selbstgemachtem Tomatensugo, gestockten Bio-Eiern, Paprika und Brot – frisch und würzig.

Anna Ekke: Viel Selbstgemachtes aus der Mini-Küche

Obwohl die Küche "mini-mini" ist, wie Wagner sagt, versuchen sie in der Anna Ekke so viel wie möglich selbst zu machen: Marmelade, Sirups, Granola, Pesto, aber auch Teig. Mittags gibt’s eine wechselnde Karte – immer mit vegetarischen und veganen Gerichten – und am Abend übernimmt Hugo aus Barcelona die Küche. Der ist eigentlich Pizzabäcker, macht in München aber Flammkuchen. Schöne Kreationen wie Rote Bete, Apfel, Feta, Walnuss und Honig (9,50 Euro) oder den Klassiker mit roten Zwiebeln und hauchdünn geschnittenem Speck (8,90 Euro).

"Die Idee war, ein Café unter freiem Himmel zu machen, wo man wie in Bali oder Thailand am Abend unter den Lichterketten sitzt", sagt Wagner. Bis sie diese Idee umsetzen konnten, war es ein langer Weg.

Ein Jahr und neun Monate hat es gedauert, bis sie ihre Madam Anna Ekke eröffnen konnten. Als der Radlladen ausgezogen war, hatten sich Wagner und Thurnhuber direkt um den Laden beworben. Und eine Absage erhalten. Nur, um später doch eine Zusage zu bekommen.

"Wir mussten die Nutzungsänderung von einer Ladenfläche zu einer Gastro durchkriegen, dann ging es um die Baugenehmigung, dann die Konzession vom KVR", sagt Wagner. Dann kam noch der Lockdown, aber durch Corona hat sich die Eröffnung nur um weitere sechs Wochen verzögert.

Fast alle Gäste sitzen draußen auf den 40 großzügig gestellten Plätzen. Doch wer kurz reinlinst, der erkennt den Stil von Frau Bartels wieder. Der Künstler Günther Kempf, der wie Wagner aus Regensburg kommt, hat hier und dort die Wände gestaltet. Um 22 Uhr, wenn die Anna Ekke schließt, sind die Gäste angehalten, in die Frau Bartels umzuziehen. Oder ins Bett zu gehen, um am Wochenende zum Brunchen wiederzukommen. Dann gibt’s auch Pancakes und Kartoffelrösti.


Madam Anna Ekke, Kolosseumstr. 6, Di bis Fr 8-22 Uhr, Sa 9-22 Uhr, So 9-21 Uhr

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