Fergie Duhamel und Andre Agassi waren süchtig Crystal Meth: Die prominenten Opfer der Zombie-Droge

Ex-Junkie Fergie Duhamel: "Ich habe einen Deal mit Gott gemacht" Foto: imago stock&people

Zahnlose, stark entstellte Gesichter: Solche Horrorbilder dienen in den USA zur Abschreckung vor der Droge Crystal Meth, die droht, Amerikas Mittelschicht aufzufressen. Hierzulande kommt die Diskussion jetzt mit der Drogen-Razzia bei SPD-Politiker Michael Hartmann ins Rollen. Aber auch Musik-Stars wie Fergie, Profi-Sportler und Schauspieler waren schon in ihrem Netz gefangen.

 

Das Rauschmittel Crystal Meth scheint sich seinen Weg aus der Schmuddelecke der billigen Party-Droge zu den Reichen, Schönen und Mächtigen geebnet zu haben. Und mit dem Verdacht des Missbrauchs dieser Droge, der den innenpolitischen Sprecher der SPD, Michael Hartmann (51), trifft, rückt eine Wahrheit über diese Substanz ans Licht: In vielen Fällen sind die Abhängigen Menschen, die vor dem Erstkonsum mitten im Leben standen. Aber das extrem hohe Suchtpotential hat fatale Folgen. spot on news stellt die prominentesten Opfer der nach Expertenmeinung "gefährlichsten Droge der Welt" vor...

Fergie Duhamel: "Die Folgen kann man an meinem völlig entstellten Gesicht sehen"

Black-Eyed-Peas-Sängerin Fergie Duhamel (39, "Let's Get It Started") hat 2012 mit ihrer Drogen-Beichte die Öffentlichkeit schockiert. In der Talk-Show von Oprah Winfrey gestand sie: "Ich landete in dieser Szene. Ich begann auszugehen und Ecstasy zu nehmen. Von Ecstasy ging es dann weiter zu Crystal Meth." Erst eine lange therapeutische Behandlung und ein "Deal mit Gott" hätten ihr geholfen, wieder clean zu werden. Die Droge, die aus nicht verschreibungspflichtigen Medikamenten gegen Husten- und Erkältungsbeschwerden gemixt wird, hätte aber ihr "Gesicht völlig entstellt".

Andre Agassi: "Ich nahm regelmäßig Crystal Meth"

Der 2006 aus der Welt des Sports zurückgetretene Tennis-Profi Andre Agassi (44) hat 2009 die Autobiografie "Open" veröffentlicht, in der er ganz schonungslos seine Sucht nach dem Methamphetamin Crystal Meth in den 1990ern aufdeckt und die Wirkung beschreibt: "Es gibt einen Moment des Bedauerns, gefolgt von riesiger Traurigkeit. Dann kommt eine Welle der Euphorie und schwemmt jeden negativen Gedanken aus meinem Kopf." Aber wie bei allen Drogen verlangt der Körper in immer kürzeren Abständen nach diesem Gefühl und das Drama nimmt seinen Lauf.

Robert Downey jr.: Vom Crystal-Zombie zum Superstar

Mit den typischen Folgen der Crystal-Meth-Sucht, also Depressionen, Panik, gewalttätigen Psychosen, starkem Gewichtsverlust und rasantem Karies, hatte auch der heute sehr erfolgreiche Schauspieler Robert Downey jr. (49, "Stichtag") in den Neunzigern zu kämpfen. Aber mit dem Entzug kam der Wille und seine Filme "Iron Man" und "Sherlock Holmes" brachten ihm unerwarteten Ruhm. Ein Einzelbeispiel, wie der Sucht-Arzt Dr. Roland Härtel-Petri im Interview mit "spiegel online" berichtet: "Viele meiner Patienten konsumieren auch noch, wenn die Familie sich entfremdet hat, wenn der Führerschein weg ist, wenn der Job verloren ist. Die verwahrlosen völlig, kriegen sozial nichts mehr auf die Reihe."

In Deutschland haben sich die statistisch erfassten Fälle eines Erstkonsums der Droge seit 2011 fast verzehnfacht. In den Drogenküchen Tschechiens hergestellt, überschwemmt das im Vergleich zu Kokain billige Rauschmittel vor allem Nordbayern und Sachsen.

 

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