FCB-Sportdirektor skeptisch Hype um Bayern-Youngster Kimmich nervt Sammer

Pep Guardiola (l.): so lobt er auf seine Art Joshua Kimmich. Foto: sampics/Augenklick

Bayerns Sportvorstand Matthias Sammer appelliert, in der Begeisterung um Joshua Kimmich „nicht die Nerven zu verlieren“. Die EM? „Ziemlich wurscht“.

 

München - So kennt man Joshua Kimmich eigentlich nicht. In der Anfangsphase der Partie gegen Werder Bremen spielte der Innenverteidiger des FC Bayern gleich zwei Fehlpässe innerhalb weniger Minuten. Zwei! Pep Guardiola, sein großer Förderer, stand an der Seitenlinie mit den Händen in der Seite und blickte ratlos drein. Ein Fehler von Joshua? Inzwischen fast undenkbar!

Matthias Sammer dachte in diesen Momenten wohl anders. Der Sportvorstand sieht den Hype, der aktuell um Kimmich entsteht, skeptisch. „Jo ist ein fantastischer Junge“, sagte Sammer bei Sky, „aber hoffentlich ist er nicht so flipperhaft wie die ganzen Medien und das ganze Theater rundherum. Lass uns doch einfach normal bleiben auf dieser Welt und nicht die Nerven verlieren.“

Zuletzt hatten selbst einige Mitspieler wie Jérôme Boateng den 21-jährigen als EM-Kandidaten genannt. Sammer geht das zu schnell. „Zum jetzigen Zeitpunkt ist mir das ganz ehrlich ziemlich wurscht. Wir haben wichtige Spiele vor uns. Was irgendwann im Sommer ist, das sollen die entscheiden, die dafür verantwortlich sind. Das gehört jetzt nicht hier her. Wir sind natürlich auch Weltmeister im Übertreiben.“

 

Kimmich: "Fußball ist ein Tagesgeschäft"

Kimmich selbst blieb nach dem Spiel gewohnt gelassen. Das Ballyhoo um seine Person könne er „nicht beeinflussen, insofern ist es mir egal“, sagte er ganz cool. „Natürlich ist es schön, Lob zu bekommen, aber es geht ja auch immer schnell: Dann ist man wieder unten durch. Fußball ist ein Tagesgeschäft, man muss es jeden Tag wieder bestätigen.“

Ach ja, auch gegen Werder gelang das Kimmich vorzüglich. Denn die Fehler aus der Anfangsphase blieben seine einzigen.

 

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