FC-Bayern-Star bei Fußball-WM 2018 Kritik an Joshua Kimmich berechtigt? Statistiken belegen das nicht

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Bayern-Star beim DFB-Team: Joshua Kimmich. Foto: GES/Augenklick

Auch Joshua Kimmich steht nach dem Patzer der deutschen Nationalmannschaft gegen Mexiko schwer in der Kritik. Gerade die Abwehrarbeit des Bayern-Stars wird bemängelt. Doch die Zahlen belegen, dass der persönliche WM-Auftakt des Bayern-Stars gar nicht so schlecht war, wie es wirkte.

München - Gegen Mexiko hatte Joshua Kimmich die rechte Seite zeiteweise aufgegeben. Beim 0:1 der deutschen Nationalmannschaft ließ der Star des FC Bayern die Mittelamerikaner zeitweise gewähren, insbesondere den Torschützen Hirving Lozano und Miguel Layun.

Gerade über Social Media gab es hinterher reichlich Kritik am Schwaben. "Wenn ich im Spielaufbau hochstehe und wir solche Ballverluste haben, tue ich mich manchmal ein bisschen schwer, wieder hinten reinzukommen", meinte der 23-Jährige nach der Pleite.Just besagte Umschaltprobleme musste er sich hinterher vorhalten lassen. Gerade beim Siegtor durch Lozano (34. Minute) war er schlicht viel zu weit weg und viel zu spät dran.

Joshua Kimmich kritisiert seit Wochen

Markant: Dabei hatte der Bayern-Star seit Wochen selbst die Kollegen teils deutlich kritisiert, sowohl bei den Bayern als auch im DFB-Team. "Klar, kann man sagen, dass es ein Einstellungsproblem ist, wenn man nicht richtig in die Zweikämpfe kommt. Wenn man Ballverluste drin hat, solche Fehler macht, kann man es immer auf die Einstellung schieben", sagte er etwa nach dem 1:2 im Test gegen Österreich in Klagenfurt auf AZ-Nachfrage: Jeder müsse bei sich selber schauen, "anfangen, zu bohren, was er nicht gut gemacht hat"

Und Kimmich selbst? War seine Leistung gegen Mexiko wirklich so schlecht, wie es den Anschein hatte? Die Zahlen belegen diesen Eindruck zumindest nicht. Denn: Der Bayern-Star hatte laut "Kicker"-Datencenter immerhin eine Passquote von 86 Prozent, uund lag damit im Schnitt der deutschen Nationalmannschaft (87 Prozent).

Deutlich mehr Ballkontakte als Mesut Özil

Ferner kam der Youngster auf 103 Ballkontakte. Zum Vergleich: Spielmacher Mesut Özil hatte nur 89 Ballkontakte, Linksverteidiger Marvin Plattenhardt sogar nur 31 Ballkontakte. Plattenhardt hatte auch deutlich weniger Pässe gespielt (23) als sein Außenverteidigerkollege (69).

Auch bezüglich Zweikampfquote war Kimmich deutlich besser wie viele seiner Kollegen. Er kam auf 58 Prozent gewonnene Zweikämpfe, Bayern-Kollege Mats Hummels dagegen - seines Zeichens Innenverteidiger - ging nur aus 36 Prozent seiner Zweikämpfe als Sieger hervor.

Im Schnitt hatte das DFB-Team eine Zweikampfquote von schwachen 44 Prozent.

Joachim Löw vertraut auf Joshua Kimmich

Weiter schaltete sich Kimmich eben engagiert offensiv ein, gab fünf Torschussvorlagen und schoss zwei Mal selber aufs Tor. Alles Statistiken also, die zeigen, dass der Bayern-Star in der Bewertung wohl zu schlecht wegkam. Gegen Schweden (Samstag, 20 Uhr, im AZ-Liveticker) hoffen alle inklusive Bundestrainer Joachim Löw nun eines: Dass er die entscheidenden Akzente setzt, damit Deutschland nicht das Worst-Case-Szenario Vorrunden-Aus ereilt.

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Fannah, kritisch, kompetent - die-mannschaft.blog ist der Experten-Blog zur DFB-Elf. Aktuell haben sich die "Fußballverückten" aus München ganz der WM 2018 verschrieben. Mit dabei: Victoria Kunzmann und Patrick Mayer, die als Freie Autoren auch für die AZ München schreiben.

 
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