FC Bayern gegen HSV Peps Luxusprobleme: Thiago zunächst auf der Bank?

Thiago jubelt in der Vorbereitung mit Douglas Costa. Sitzt der Pep-Liebling gegen den HSV auf der Bank? Foto: dpa

Der FC Bayern startet mit der Partie gegen den (mal wieder) taumelnden Hamburger SV in die neue Bundesliga-Saison. Pep Guardiola lobt die Neuzugänge. Sitzt Thiago nur auf der Bank?

 

München - Nach 82 Tagen Pause ballert die Bundesliga wieder los. Und vor allem ein Mann beim FC Bayern dürfte sich freuen, dass nun wieder sportliche Themen im Fokus stehen – und nicht seine eigene Vertragssituation. „Ich bin zufrieden, ich bin motiviert“, sagte Pep Guardiola vor dem Saison-Eröffnungsspiel gegen den Hamburger SV an diesem Freitag (20.30 Uhr). „Wir wollen den Fans etwas bieten.“ Eine Sommerpause voller Gerüchte und Stress hat Guardiola hinter sich. Die ständigen Nachfragen zu seiner Zukunft entnervten den Bayern-Coach in den vergangenen Wochen. Jetzt geht er in seine womöglich letzte Saison als Bayern-Coach – und die soll am besten historisch enden.

„Mit dieser Mannschaft können wir die Champions League gewinnen“, sagte Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge, Guardiola gab sich etwas bescheidener und nannte das Halbfinale in der Königsklasse als Ziel. Und natürlich ist da auch noch der vierte Meistertitel in Serie - keine andere Mannschaft in Deutschland hat das bislang geschafft. Der Auftakt soll gegen den (mal wieder) taumelnden HSV gelingen: „Meine Spieler wissen, dass morgen kein Finale ist“, sagte Guardiola. „Aber wenn du gewinnst, gewinnst du drei Punkte und Selbstvertrauen.“ Der HSV sei ein „großer Verein“, sagte der Bayern-Coach: „Ich habe großen Respekt vor Bruno Labbadia. Aber wir müssen uns auf unser Spiel fokussieren.“

Bei den Hamburgern dürfte der Gedanke an die Münchner Arena Angstzustände auslösen. 0:8, 1:3, 2:9, 0:5, 0:6 lautet die Horrorbilanz der letzten fünf Gastspiele (3:31 Tore), die der Chaosklub in seinem schweren Rucksack mit nach München schleppt. „Ich kann hier nicht den Gute-Laune-Onkel spielen“, sagte Trainer Labbadia angesichts der jüngsten Turbulenzen mit dem blamablen Pokal-K.o. in Jena und der verlorenen Tasche von Sportdirektor Peter Knäbel, die wichtige Vereinsunterlagen enthielt. Die Freude auf den Start sei „vermiest“, gestand Labbadia. Um bei den Bayern etwas mitzunehmen, brauche man einen „Sahnetag“, sagte der frühere Bayern-Spieler, der den HSV als Nothelfer erst in der Relegation gegen den Karlsruher SC vor dem erstmaligen Abstieg bewahrt hatte.

Guardiola hat indes andere Sorgen, es sind eher Luxusprobleme. Der Katalane muss aus einem Überangebot an Topstars die richtige Mischung zusammenstellen. Alle Profis glücklich zu machen, sei „unmöglich“ für ihn: „Ich nehme immer die elf Spieler, die in diesem Moment das Beste für die Mannschaft sind und nicht das Beste für einzelne Spieler.“ Womöglich zählt Thiago zum Auftakt nicht zu diesen elf Spielern. „Er braucht ein paar Monate für sein Top-Level. Spiele, Spiele, Spiele“, sagte Guardiola. Zuletzt hatte der kleine Spanier wegen Magenproblemen gefehlt.

Dafür werden die Top-Neuzugänge Arturo Vidal und Douglas Costa wohl in der Startelf stehen. Tempodribbler Costa werde „einer der fünf besten Außenstürmer der Welt“, sagte Guardiola voraus. „Seine Qualität ist sehr schwer zu bekommen, dieses Dribbling. Alle Trainer der Welt wollen so einen Spieler.“ Der von Juventus Turin verpflichtete Vidal bringe alles mit. „Er ist ein großer Kämpfer, der immer Vollgas gibt“, pries der Bayern-Coach den ehemaligen Leverkusener. Insgesamt sei er mit den Verpflichtungen sehr zufrieden, auch mit Top-Talent Joshua Kimmich: „Wir haben drei super überragende Spieler mit Kimmich, Vidal und Costa bekommen.“ Verzichten muss Bayern zum Start auf die Langzeitverletzten Franck Ribéry, Javi Martínez, Holger Badstuber und Jan Kirchhoff.

 

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