FC Bayern gegen Borussia Dortmund Arjen Robben: Der Mann für alle Fälle beim FCB

Arjen Robben war der Matchwinner beim Spiel gegen den BVB mit seinem Treffer zum entscheidenden 2:1 für den FC Bayern. Foto: dpa

Der Bayern-Star und seine persönliche Story mit dem BVB. Diesmal macht er den Siegtreffer per Elfer und sagt: "Ich war überzeugt, den Ball reinzumachen. Ein schönes Gefühl"

 

München - Die Bayern-Fans in der Südkurve hatten es heraufbeschworen, den Robben-Siegtreffer am Samstagabend gegen den BVB. Unablässig schmetterten sie in der zweiten Halbzeit des hochklassigen Spiels gegen Borussia Dortmund den Robben-Wembley-Song. Und der geht so:„Ich hab geträumt von dir, von unsrer Wembleynacht. Wir ham den Cup gewonnen,den Thron erklommen, der Arjen hat's gemacht!“

Gemeint ist der legendäre Abend des 25. Mai 2013, als Robben in der 89. Minute das Siegtor im Champions-League-Finale von Wembley gegen Borussia Dortmund erzielte - 2:1. Aus. Ende. Triumph.

So kam es auch diesmal wieder. Robben machte gegen Dortmund das 2:1 – per Elfmeter. Eine besondere Pointe. 2012 war es, im Triple-Vize-Jahr des FC Bayern, als Robben in einem entscheidenden Meisterschaftsspiel in Dortmund einen Elfmeter verballerte. Und kurz darauf auch im „Finale dahoam“ gegen den FC Chelsea. Ein Robben-Treffer damals in der Verlängerung vom Punkt und die Bayern hätten dieses Elfmeterschießen nie erlebt. Vergangenheit. Für Robben sowieso. Als wäre es aus einem anderen Leben.

Der Robben 2014 traf in der 86. Minute souverän zum 2:1. Aber das auch nur, weil Thomas Müller nach 81 Minuten, also nur vier Minuten zuvor, ausgewechselt worden war. Also war Robben dran. „Das ist festgelegt, Thomas war raus. Normalerweise ist er der erste Schütze, aber danach komme ich.“ Der 30-Jährige hatte sieben Schüsse auf Roman Weidenfellers Tor abgefeuert, gratulierte dem bärenstarken BVB-Schlussmann nach der Partie noch auf dem Rasen. Robben bei „Sky“: "Das gehört auch dazu. Man muss Respekt füreinander haben, ob als Gewinner oder als Verlierer. Man gibt 90 Minuten alles gegeneinander, aber danach kann man sich auch etwas sagen.“ Wahres Fairplay.

In der Bundesliga hat Robben diese Saison nun vier Mal getroffen, dazu kommt der Doppelpack beim 7:1 in Rom. „Ich war beim Elfer überzeugt, den Ball reinzumachen. Es war ein schönes Gefühl. Wir sind auf einem guten Weg. Es ist gut, dass wir zurückgekommen sind nach dem 0:1, auch mit den Spielern von der Bank. Dieses Spiel ist auch eine gute Erfahrung für die Zukunft“, sagte Robben, „nach der Winterpause können wir auf so starke Gegner treffen, da kann Dortmunder sehr weit kommen, zum Beispiel in der Champions League." Grotesk: Womöglich kämpft der BVB national gegen den Abstieg, international könnten die Schwarz-Gelben die Bayern ärgern. Aber die haben ja einen Arjen Robben. Den Mann für alle Fälle.

 

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