FC Bayern gegen AS Rom in der Champions League 7 Gründe, warum Bayern AS Roma wieder vorführt

Übermacht FC Bayern: 7:1 - das historische Ergebnis des Hinspiels der Bayern in Rom. Foto: dpa/az

Vor zwei Wochen schossen Arjen Robben & Co. die Italiener im Champions-League-Hinspiel ab. Einmalig? Sieben Gründe, weshalb Pep Guardiolas Truppe auch in München triumphiert.  

 

München - Die sieben Hügel Roms – für jeden hatten die Bayern vor zwei Wochen bei ihrem Besuch in der Ewigen Stadt einen Treffer mitgebracht. Das 7:1 war der höchste Auswärtssieg der Europapokal-Historie des FC Bayern und zugleich für die stolzen Römer die höchste Demütigung „a casa“.

Und nun? Folgt für den AS Rom die nächste Prügeleinheit? Kann eine Mannschaft, die vor 14 Tagen in Trümmern lag, in der Allianz Arena (20.45 Uhr, ZDF und Sky) lediglich Schadensbegrenzung betreiben oder gar wiederauferstehen? „Wir haben keinen Vorteil durch das Hinspiel-Ergebnis, es ist eine neue Partie, keine K.o.-Runde“, erklärte Trainer Pep Guardiola am Dienstag. Er ist Tiefstapel-Champions-League-Sieger, klar er muss das tun. Und sagte: „Leider haben wir das erste Spiel mit 7:1 gewonnen. Das kann man natürlich nicht noch einmal schaffen.“ Aber, mal ehrlich: Warum nicht?

Die AZ nennt sieben Gründe, wofür und vor allem warum die Bayern das Rückspiel gegen den AS Rom im Fröttmaninger Kolosseum gewinnen wollen – und werden:

Für den Gruppensieg: Erstmals könnten die Bayern mit einem Sieg gegen Rom bereits vor dem fünften Spieltag Platz eins – und damit das so wichtige Heimspiel im Achtelfinal-Rückspiel im Frühjahr 2015 – klarmachen. Außerdem ist man da safe, verhindert die Granden der Zunft wie Chelsea oder Real Madrid, die ihre Gruppe auch gewinnen werden. Härtester Brocken als Zweiter: Der schlechter Platzierte der Gruppe mit Barcelona und Paris SG.

Für die Rotation: Spieler wie Sebastian Rode, Pierre-Emile Höjbjerg, Xherdan Shaqiri oder Claudio Pizarro haben nur einige wenige Einwechslungen auf dem Minuten-Konto, durften selten von Beginn an ran. Gewinnt Bayern gegen Rom wird die nächste Reise nach Manchester zum Spiel bei City (25. November) zum Betriebsausflug. Mit erhöhter Rotationswahrscheinlichkeit.

Fürs liebe Geld: Schon jetzt haben die Münchner 11,6 Millionen Euro allein an Uefa-Prämien verdient, davon 8,6 Millionen als Antrittsgage und für jeden der drei Siege eine weitere Million. Für das Erreichen der K.o.-Runde schüttet die Uefa 3,5 Millionen Euro aus – plus die jeweilige Siegprämie. Diese 18 Millionen wären schon mehr als die Hälfte der Ablösesumme für Dortmunds Marco Reus.

Wegen der Statistik: In den letzten vier Duellen mit italienischen Teams gewann immer Bayern. Gegen Teams aus der Serie A hat man noch eine ausgeglichene Bilanz: In 38 Europapokalduellen gab es 15 Siege, 15 Pleiten und 8 Remis. Es ist Zeit für Sieg Nummer 16.

Wegen der Manie des Trainers: Pep Guardiola kann nicht auf Remis spielen oder einen Gang zurückschalten – sollte er auch nicht, das ist die Lehre aus der Meisterschaft im Frühjahr. Gestern schimpfte er: „Wir sind katastrophal bei unseren Ecken. Wir müssen das verbessern.“ Klare Ansage.

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Wegen Rudi Garcia: Der Roma-Trainer hat eine Bayern-Aversion. Garcia, ein andalusischer Franzose, ein Gallier in Rom also (!), kann nur hoch gegen Bayern verlieren. 2012 in Diensten von Lille mit 1:6, vor zwei Wochen mit 1:7. Und nun? Laut dem Gesetz der Serie. Nein, das wäre übertrieben.

Wegen des Papstes: Ihre Beichte hatte die Bayern-Delegation direkt am Tag nach dem 7:1 im Vatikan abgelegt. Papst Franziskus, ein Argentinier, verzieh sogar WM-Finaltorschütze Mario Götze. Was der göttliche Beistand bisher gebracht hat? Bibiana Steinhaus ließ beim 0:0 in Gladbach gegenüber dem aufdringlichen Guardiola Milde walten. Und beim 2:1 gegen Dortmund endete Bayerns Klopp-Fluch endgültig. In ihrer Situation sollten eher mal der BVB zum Papst. Der hilft den Schwachen.

 

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