FC-Bayern-Chefscout Wie Michael Reschke damals bei Toni Kroos den Kürzeren zog

Michael Reschke (r.) war einer der ersten, die Toni Kroos' Talent erkannten. Foto: dpa/imago/AZ

EIn Fußballmagazin kürt Toni Kroos zum Mann des Jahres - und Förderer und Wegbereiter plaudern aus dem Nähkästchen: darunter Jupp Heynckes und Bayern-Chefscout Michael Reschke.

 

München – Große Ehre für Toni Kroos! Reals Mittelfeldregisseur ist vom Fußballfachmagazin kicker zum Mann des Jahres 2016 gewählt worden. In der Geschichte kommen auch einige der größten Förderer des 26-Jährigen zu Wort, darunter Jupp Heynckes, der Kroos als Trainer bei Bayer Leverkusen (2009/10) zum Spitzenspieler formte und von 2010 bis 2013 beim FC Bayern betreute.

Heynckes bezeichnet Kroos als "einen der drei besten Mittelfeldspieler der Welt" und zollt ihm angesichts seiner jetzt schon bilderbuchhaften internationalen Karriere Respekt. "Wo andere Spieler bei einem Wechsel ins Ausland zerbrechen, hat er sich in Madrid behauptet", so der 71-Jährige.

Reschke erzählt: Wie die Bayern Kroos Leverkusen vor der Nase wegschnappten

Ebenfalls einer, der ganz nah dran war an der Entwicklung von Toni Kroos, ist Michael Reschke. Der 59-jährige jetzige Chefscout des FC Bayern war damals bei Bayer Leverkusen angestellt, als Kroos als Teenager in Rostock für Furore sorgte.

Bayers D-Jugend-Trainer soll ihm damals zuerst von Kroos berichtet haben, dann habe Reschke sich an seine Fersen geheftet – zunächst aber ohne Erfolg. "Mein erster Versuch, ihn zu Bayer zu lotsen, schlug fehl. Der FC Bayern, speziell Uli Hoeneß, war überzeugender, verpflichtete ihn als 15-Jährigen."

Nur Reschkes Hartnäckigkeit und die Tatsache, dass er die Bayern-Bosse bei jeder Gelegenheit auf Kroos angesprochen habe, soll letztendlich zur Ausleihe im Jahr 2009 geführt haben. Bayern verlieh Kroos als Top-Talent an Bayer und bekam ihn nach eineinhalb Jahren Heynckes-Schule als Top-Spieler zurück. "Toni war für sein Alter sehr reif, selbstbewusst, eigen und sinnvollen Ratschlägen gegenüber aufgeschlossen, ja dankbar. Ich freue mich für Toni über den Weg, den er genommen hat", lobt Reschke abschließend. 

 

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