FC Bayern baut um Klose: Warum er sich gegen Schweinsteiger entschied

, aktualisiert am 09.08.2018 - 19:54 Uhr
Nachwuchscoach und Ex-Co-Trainer: Miroslav Klose (li.) und Tobias Schweinsteiger. Foto: Rauchensteiner/Augenklick/imago/Sven Simon

Miroslav Klose hat beim FC Bayern als U17-Trainer übernommen. Er tritt damit einen Job an, den auch der Bruder von Weltmeister Bastian Schweinsteiger wollte. Klose erklärt nun, warum es nicht zur Zusammenarbeit kam.

München - Er soll helfen, den großen Traum umzusetzen: Endlich wieder eigene Nachwuchsspieler bei den Profis des FC Bayern. Die Rede ist von Miroslav Klose, Ex-Bayern-Star, Ex-Nationalspieler, Weltmeister - und neuerdings Trainer der U17 des Rekordmeisters.

Tobias Schweinsteiger ein Kandidat

Wie der 40-Jährige nun verriet, war auch Tobias Schweinsteiger, der Bruder von Kloses Weltmeister-Kollege Bastian Schweinsteiger, ein Kandidat auf den Job als sein Co-Trainer. Tobias galt lange Zeit als das Gesicht der zweiten Mannschaft schlechthin, war jahrelang Spieler beim FC Bayern II, zwischenzeitlich Kapitän und zuletzt Assistent unter Ex-Trainer Tim Walter (mittlerweile Holstein Kiel) bei den Amateuren.

Klose schilderte, er habe sich aus acht Kandidaten entscheiden müssen. Und der einstige Top-Stürmer erklärte, warum seine Wahl letztlich gegen den älteren der beiden Schweinsteiger-Brüder fiel, der bei Rosenheim lebt.

"Ja, wir haben uns zwei Mal getroffen", erklärte Klose und meinte auf AZ-Nachfrage, warum es nicht gepasst habe: "Er hat auch gute Ansätze. Er hat mir aber das Gefühl vermittelt, dass er selbst Cheftrainer werden will. Das hat er mir klar kommuniziert. Früher oder später wäre das nicht gut, wenn jeder der Chef sein will. Ich möchte ja auch lernen, Dinge selbst entscheiden, ein Gefühl für den Cheftrainerjob bekommen. Ich hatte das Gefühl, dass er selbst einen Platz sucht."

Unzufrieden beim FC Bayern

Mehr noch: Schweinsteiger soll nach AZ-Informationen in den vergangenen Monaten sehr unzufrieden beim Rekordmeister gewesen sein. Demnach hat er seinen Platz im Verein gesucht, nachdem Holger Seitz zum Walter-Nachfolger und neuen Cheftrainer der U23 bestimmt wurde. Den Informationen zufolge traute sich Schweinsteiger selbst diesen Job zu - und soll nach seiner Nicht-Berücksichtigung entsprechend enttäuscht gewesen sein.

Anfang Juli hatten sich die Münchner überraschend vom Fan- und Publikumsliebling getrennt und dessen noch ein Jahr datierenden Vertrag vorzeitig aufgelöst. Dabei gilt der 36-Jährige als hoffnungsvolles Trainertalent. Das sieht auch Klose so: "Ich denke, dass er es als Trainer weit bringen wird." Zumindest vorerst nicht beim FC Bayern.

Im Video: Bayern back to the roots - das sagen die Fans

 

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