Fanliebling vor Abgang TSV 1860: Gorenzel - Pyro-Strafen verhindern Berzel-Verlängerung

, aktualisiert am 26.06.2019 - 15:12 Uhr
Der Vertrag mit Publikumsliebling Aaron Berzel kann voraussichtlich nicht verlängert werden. Foto: GES/Rauchensteiner/Augenklick, AZ-Montage

Sport-Geschäftsführer Günther Gorenzel wettert abermals gegen die Pyro-Vorfälle der eigenen Anhänger. Ihm zufolge ist durch die fälligen Strafen eine Finanzierung von Aaron Berzel nicht mehr möglich.

 

München - Der Vertrag von Aaron Berzel läuft in wenigen Tagen aus – bislang deutet alles darauf hin, dass sich der Publikumsliebling einen neuen Verein suchen muss. Die Verantwortlichen des TSV 1860 haben mehrfach erklärt, den Abwehrspieler gerne zu halten, einzig: Die erforderlichen Mittel fehlen.

Am Dienstag hat Sport-Geschäftsführer Günther Gorenzel den Berzel-Abgang mit den Pyro-Eklats der eigenen Fans in Verbindung gebracht. "Mit diesen Christbaumkerzen haben wir einen weiteren Spieler verbrannt. Einen Aaron Berzel haben wir dadurch praktisch verschossen. Den hätten wir mit so einem Beitrag umsetzen können", erklärte Gorenzel auf einer Pressekonferenz.

Hohe Pyro-Strafen für den TSV 1860

Bislang sind wegen der Vergehen in der vergangenen Saison rund 30.000 Euro zusammengekommen – weitere Strafen für Wiederholungstäter 1860 stehen jedoch noch aus. Nach AZ-Informationen würde für Berzel wohl ein Jahresgehalt im hohen fünfstelligen Bereich fällig werden.

Gorenzels Beispiel verdeutlicht: Für klamme Löwen, die an allen Ecken und Enden sparen müssen, ist auch die Baustelle Pyrotechnik nicht kleinzureden. Der 47-Jährige weiter: "Dass es der ein oder andere als Fankult befindet, nehme ich zur Kenntnis. Aber es ist verboten und schadet uns immens."

Löwen-Präsident Robert Reisinger sagte zuletzt im Interview mit dem "Löwenmagazin" über die Pyro Vorfälle: "Trotz aller Verbote, Repressalien, Gesetzesverschärfungen und intensiver Kontrollen wird in Stadien in den Kurven gezündelt. Wir appellieren als Präsidium immer wieder an die Vernunft aller Beteiligten und bitten auf das Abbrennen von Pyrotechnik zu verzichten. Wer uns das Problem persönlich ans Bein binden will, tut es aus durchsichtigen politischen Motiven."

Auch zu den anonymen Gönnern, die mit einer Spendensammlung den neuen Vertrag für Berzel finanzieren wollen, hat sich Gorenzel am Dienstag mehr oder weniger geäußert. "Ich höre viel, aber wir brauchen Fakten. Ich kann Dinge nicht auf Sand bauen, wir müssen Dinge auf Beton bauen."

 

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