Fahrspaß garantiert Ford Fiesta ST-Line im Test: Ganz schön erwachsen

Der kleine Kölner ist erwachsen geworden: Ford schickt mittlerweile schon die achte Fiesta-Generation ins Rennen. Foto: Ford

Kleinwagen sind auch nicht mehr das, was sie mal waren. Das gilt markenübergreifend. Vom VW Polo über den Opel Corsa bis zum – genau! – zum Ford Fiesta. Und den haben wir ausprobiert.

 

 

München - Die gesteigerte Intensität, mit der der Fiesta-Test absolviert wurde, hatte zugegebenermaßen viel mit dem ganz speziellen Prüfling zu tun. Wenn schon nicht ST, dann zumindest die rundum sportlich angehauchte ST-Line. Und wenn schon nicht der 1,5 Liter-Dreizylinder mit 200 PS, dann zumindest der Einliter-Dreier mit 140 Pferdchen – auch die haben mit den knapp 1,2 Tonnen Lebendgewicht des Fiesta wenig Mühe.

Ford Fiesta ST-Line: Auch bei Topspeed sauber auf der Straße

 

Insgesamt verbreitet dieser gar nicht mehr so kleine Kölner eine Menge gute Laune bei allen, die gerne auch ein bisschen flotter unterwegs sind. In Zahlen schaut das dann so aus: Der 140 PS-Fünftürer sprintet in 9,0 Sekunden auf 100 Sachen und ist maximal 202 km/h schnell – mehr als nur ausreichend, so das Gefühl im Test.

 

Allerdings macht es einem der Fiesta ST-Line dank seines knackigen Fahrwerks und seiner angenehm abgestimmten Lenkung auch sehr leicht, flink unterwegs zu sein. Bei Top-Speed wirkt er keineswegs wie am Limit, sondern liegt noch sauber und satt auf der Straße. Und wird auch nicht unangenehm laut.

Ford Fiesta ST-Line: Fahrspaß pur

 

Das gut schaltbare Sechsgang-Getriebe ist in passenden Schritten abgestimmt. Vom Normverbrauch von 4,5 Liter je 100 Kilometer waren wir bei den ganz schnellen Autobahn-Ausflügen natürlich ziemlich weit entfernt. Im Schnitt pendelte sich der Verbrauch bei 6,3 Liter ein. Weniger wäre möglich gewesen. Wenn nur der Fahrspaß nicht gewesen wäre.

 

Was kann der Fiesta noch? Er bietet anständig Platz, schließlich ist er gegenüber seinem Vorgänger um sieben Zentimeter auf 4,04 Meter gewachsen. Das Armaturenbrett ist mittlerweile auf angenehme Weise einfach, das war ja bei Ford nicht immer so. Die Bedien-Menüs sind geschickt aufgebaut und leicht per Touchscreen abrufbar, die Sportsitze passen wie maßgeschneidert.

 

Und auch im Fond herrscht zumindest für die Knie keine unangenehme Enge, höchstens nach oben kann es bei Großgewachsenen etwas knapp werden. Thema Kofferraum: Der ist mit 269 bis 1069 Liter Volumen nicht gewaltig groß, aber gut nutzbar und für die Wagenklasse in Ordnung.

 

Ford Fiesta ST-Line: Technische Hilfe gegen Aufpreis


Auf dem aktuellen Stand ist Ford beim Fiesta in Sachen Konnektivität und Vernetzung, auch wenn es mit der Dame von der Sprachsteuerung hin und wieder Verständigungsprobleme gab. Die Ausstattung mit hilfreichen Assistenten ist wirklich gut, allerdings bietet Ford die feinen Sachen, wie in der Wagenklasse üblich, meist gegen Aufpreis.

 

Es gibt fast nichts, was es nicht gibt. Mit diversen Helfern wie dem Notbremssystem, das selbst bei Nacht Fußgänger erkennt, und einem, der beim Ausfahren aus quer platzierten Parkplätzen vor herannahendem Verkehr warnt, bleibt kaum ein Wunsch offen. Zu volkstümlichen Preisen, wie man hinzufügen muss.

 

Wer auf guten Klang steht, kriegt sogar von einer Bang & Olufsen-Soundanlage mit 675 Watt ordentlich was auf die Ohren. Letztere kostet 950 Euro, das ganze Auto, also der Fünftürer mit dem 140 PS-EcoBoost-Motor, ist ab 21.900 Euro zu haben. Wer auf die zwei Fondtüren verzichten kann, ist mit 800 Euro weniger dabei.

 

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