Fahrrad-Umfrage Radler: Das sind Münchens gefährlichste Kreuzungen

Fahrradfahren in München: Das sind die gefährlichsten Stellen Foto: dpa/Google Maps

Berg-am-Laim-Straße, Sonnenstraße, Lindwurmstraße. An diesen Stellen wird's für Fahrradfahrer besonders gefährlich. Die Ergebnisse der großen Polizei-Umfrage.

 

München - Beinahe jeder Zweite, der in München bei einem Verkehrsunfall verletzt wurde, war mit dem Rad unterwegs. Rund 2500 Radler verunglücken im Schnitt pro Jahr in der Stadt. Die Polizei hat deshalb eine Umfrage gestartet und wollte wissen, wo sind in München die gefährlichsten Ecken für Radler.

Vier Unfälle ereigneten sich auf der Berg am Laim Straße

Spitzenreiter – und zwar mit großem Abstand ist die Berg am Laim Straße stadteinwärts auf Höhe des Leuchtenbergrings. Die meisten der befragten Radler halten diesen Ort für am gefährlichsten. Die Polizei bestätigt diesen Eindruck. Hier ereigneten sich im vergangenen Jahr vier Unfälle mit vier Verletzten. Jeder zweite Unfall mit einem Rad wird vom Radler selbst verursacht

Auf Platz zwei der gefährlichsten Ecken im Stadtgebiet landet laut Polizeiunfallstatistik die Maximilianstraße stadtauswärts auf Höhe der Steinsdorfstraße. Hier sind die Radler ziemlich flott entlang der Isar unterwegs. Immer wieder kommt es zu gefährlichen Begegnungen mit Autofahrer, die abbiegen wollen und dabei die Radler übersehen.

Weitere Radl-Brennpunkte in München

Ein weiterer Unfallschwerpunkt ist die Kreuzung Paul-Heyse- und Arnulfstraße. Die Radler rauschen mit Karacho durch die Unterführung stadteinwärts. Autofahrer sehen die Radler oft viel zu spät aus der Dunkelheit auftauchen. Mit fatalen Folgen und immer wieder schweren Kollisionen. Platz vier der Unfallschwerpunkte in der Stadt belegt die Zweibrückenstraße in Richtung Isar im Bereich der Erhardstraße. Auch hier ereigneten sich im vergangenen Jahr etliche schwere Unfälle mit Radlern.

Gefährlich ist auch der Wintrichring in südlicher Richtung zur Menzingerstraße nahe des Klinikums Dritter Orden. Auch hier verunglückten 2016 laut der jüngsten Zahlen aus dem Präsidium vier Radfahrer.
„Beinahe jeder zweite Schwerverletzte bei Verkehrsunfällen in München war als Radfahrer unterwegs“, betonte unlängst Polizeivizepräsident Werner Feiler. Über die Hälfte der Unfälle wurden von den Radlern selbst verursacht. Hauptsächlich ging es dabei um Missachtung der Vorfahrtsregeln oder um Geisterradler, die in der falschen Fahrtrichtung unterwegs waren.

Die Radler, die sich an der Umfrage des Präsidiums in den letzten Wochen beteiligten, haben eine klare Hit-Liste der Orte erstellt, die sie am gefährlichsten halten (siehe links). Verkehrsexperten von Stadt und Polizei werden sich zusammensetzen und beraten, wie man diese Bereiche entschärfen kann.

Das sind gefährlichsten Ecken für Radler in München

In Klammern die Anzahl der Nennungen

1. Berg-am-Laim-Straße westlich / Leuchtenbergring (41)

2.Sonnenstraße nördlich / Herzogspitalstraße (32)

3. Lindwurmstraße südlich / Poccistraße (30)

4. Donnersberger Brücke nördlich / Arnulfstraße (28)

5. Maximilianstraße östlich / Steinsdorfstraße (27)

6. Paul-Heyse-Straße nördlich / Schwanthaler Straße (18)

7. Paul-Heyse-Unterführung nördlich / Arnulfstraße (18)

8. Lindwurmstraße westlich / Poccistraße (17)

9. Zweibrückenstraße östlich / Erhardtstraße (17)

10. Dachauer Straße südlich / Sandstraße (12)

11. Ludwigsbrücke westlich / Steinsdorfstraße (12)

12. Schenkendorfstraße westlich / Leopoldstraße (12)

13. Landshuter Allee nördlich / Arnulfstraße (11)

14. Seidlstraße nördlich / Marsstraße (10)

15. Berg-am-Laim-Straße nördlich / Leuchtenbergring (10)

Diskutieren Sie mit: Wie beurteilen Sie die Radl-Situation in München? Welche Kreuzungen fehlen in der Tabelle?

 

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