Fabbrica Halligalli in der Fabrik

Früher Labor, jetzt Restaurant: Die Fabbrica im ehemaligen Stadtwerke-Heizkraftwerk in der Katharina-von-Bora-Straße. Foto: Petra Schramek

Im ehemaligen Heizkraftwerk in der Katharina-von-Bora-Straße hat ein Italiener aufgemacht. Am Wochenende darf es dort gerne mal etwas wilder zugehen.

Die Einrichtung erfüllt alles, was der Name „Fabbrica“ erwarten lässt: hohe Decken, grob verputzte Wände, offene Rohre und überall kleine Messgeräte, Rädchen und Wasserdruckanzeiger. Wie es in einer Fabrik eben so aussieht.

Enzo di Luca und Andrea Tavella hatten aber auch kaum eine andere Wahl: Das neue Restaurant der beiden Italiener befindet sich im Innenhof des alten Stadtwerke-Heizkraftwerks in der Katharina-von-Bora-Straße. Und aus einem schroffen Werksgebäude lässt sich ohne unangemessenen Aufwand eben kaum eine Mittelmeervilla machen.
 
Direkt an das Lokal schließt das ehemalige Kesselhaus an. Dort haben di Luca und Tavella alles an Schaltern, Schrauben und Ventilen herausgeräumt, was sie für ihre „Fabbrica“ als Deko gebrauchen konnten. Die eine Seite des etwa sechs Meter hohen Gastraums ist deshalb nun stark im Industrie-Stil gehalten. An der Wand gegenüber gedeihen als Kontrast allerhand grüne Kräuter.
 
Di Luca und Tavella betreiben am Gasteig bereits das Pizzesco, ein kleines Lokal, das bei seiner Eröffnung vor fünf Jahren die quadratische Pizza in München eingeführt hat. Die so genannten „Quadrotte“ aus Dinkelteig (6,50-11,50 Euro) gibt es nun mit verschiedenen Belägen auch in der „Fabbrica“. Manche Gäste lassen sich aber auch gleich einen ganzen laufenden Meter Pizza an den Tisch kommen. Die so genannte „Pizza in Pala“ (28 Euro) ist halb vegetarisch, halb mit Schinken und Salami belegt und hätte mit Sicherheit auch den ein oder anderen Schwerstarbeiter gut satt gemacht, als diese in dem alten Heizkraftwerk noch heftig schuften mussten. Gedacht ist die Riesenpizza aber eigentlich für drei bis vier Personen.
 
Im Gegensatz zum Pizzesco gibt es in der „Fabbrica“ auch Antipasti und Nudelgerichte. Abends soll es dort auch mal ein bisschen lauter werden, es gibt außen herum ja keine Anwohner. Am Freitag und Samstag darf in der „Fabbrica“ also durchaus mal ein bisschen Halligalli sein. Die bunten Stühle eignen sich allerdings nicht, um darauf zu tanzen. Sie verleihen dem kargen Industriebau zwar einen willkommenen Farbtupfer, allerdings sind die Sitzflächen mit Bast umwickelt. Halligalli muss dann auf dem Fabrikboden stattfinden.
 
Katharina-von-Bora-Straße 8a, Mo. bis Fr. 12-14.30 Uhr, Fr. und Sa. von 18.30 Uhr an, Tel.:  0151 / 71 20 4000 
 

0 Kommentare