Es gab schon ein Angebot aus Leipzig FC Bayern: Karl-Heinz Rummenigge will Xabi Alonso als Co-Trainer

Xabi Alonso (l.) ist der Wunschtrainer von Karl-Heinz Rummenigge - noch kommt der Spanier allerdings nicht für den Posten des Cheftrainers infrage. Foto: AZ-Montage, dpa/Sven Hoppe/Salvatore Di Nolfi/Keystone

Zuletzt brachte Karl-Heinz Rummenigge Xabi Alonso als Trainer des FC Bayern ins Spiel - nun relativiert der Vorstandsboss seine Aussagen. Das grundsätzliche Interesse am ehemaligen Mittelfeld-Strategen des Rekordmeisters bestehe aber weiterhin.

 

München - Xabi Alonso wird in absehbarer Zeit nicht Cheftrainer beim FC Bayern. Dies stellte Karl-Heinz Rummenigge am Dienstagabend klar.

Der Vorstandsboss bezeichnete den ehemaligen Mittelfeld-Strategen zuletzt als seine Traumlösung für den Trainerposten beim Rekordmeister, ruderte nun aber zurück. "Ich habe vor kurzem den Namen Xabi Alonso erwähnt. Das ist ja kein Cheftrainer für die nächsten Jahre, der ist jetzt in der Ausbildung", stellte der 63-Jährige bei einem Termin von Bayern-Ausstatter Hugo Boss klar. Freilich sei Alonso ein "grandioser Spieler" gewesen, so Rummenigge weiter, "aber das ist ja keine Personalie, die für uns jetzt als Cheftrainer erstmal in Frage kommt."

Rummenigge: Alonso hatte ein Angebot von RB Leipzig

Ganz nebenbei plauderte der Vorstandsvorsitzende noch eine äußerst interessante Insider-Info aus: Xabi Alonso hatte eine Anfrage, ab der kommenden Saison als Co-Trainer von Julian Nagelsmann beim Liga-Konkurrenten RB Leipzig zu arbeiten. "Mein Kenntnisstand ist: Er hat es abgesagt. Aber das heißt ja nicht, dass man auch Bayern München absagen muss", meinte Rummenigge weiter. In die Entscheidung, einen Co-Trainer einzustellen, müsse allerdings auch der Cheftrainer mit einbezogen werden.

Das grundsätzliche Interesse an einer erneuten Zusammenarbeit mit Alonso, der aktuell in der Jugendabteilung von Real Madrid angestellt ist und nebenher seine Ausbildung zum Fußballtrainer absolviert, untermauerte Rummenigge derweil einmal mehr deutlich: "Ich fand ihn, diesen großen Spieler, immer als Persönlichkeit und Mensch ein absolutes Vorbild. Wir haben Interesse, mit solchen Leuten bei Bayern München in Verbindung zu bleiben, wenn sie den Karriereweg einschlagen, der den Fußball betrifft."

Karl-Heinz Rummenigge: Darum wird Xabi Alonso ein Top-Trainer

Konkrete Gespräche über eine Zukunft als Bayern-Trainer habe er mit Alonso noch nicht geführt, so Rummenigge. "Ich habe mit ihm einen gewissen, regelmäßigen Kontakt. Er war ja fast mein Nachbar in Grünwald", erzählte Rummenigge zwar, dennoch habe er "noch nie mit ihm über den Job des Trainers gesprochen. Ich habe mit verschiedenen Spielern regelmäßigen Kontakt, beispielsweise auch mit Bastian Schweinsteiger, weil ich aus alter Verbundenheit mit diesen Spielern, die Großes geleistet haben, Kontakt haben will."

Dass Alonso großes Potenzial als Übungsleiter hat, ist für den 64-Jährigen offenkundig: "Ich finde, wenn man so Fußball gespielt hat wie er, so strategisch klug, intelligent und gut, dann hat man automatisch viele gute Trainer gehabt, die einen ausgebildet haben und bei denen man viel gelernt hat. Und wenn man das kombiniert mit seiner Persönlichkeit: Der wird seinen Weg gehen."

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