Erster Fahrbericht Jaguar XF Die Business-Raubkatze

Der neue XF wirkt von vorne ein wenig aggressiv, die von der AZ getestete Version mit Dreiliter-Diesel bietet mehr als ausreichende Fahrleistungen und adäquate Verbrauchswerte. Foto: Rudolf Huber

Mit dem neuen XF drängt Jaguar verstärkt in den von BMW, Mercedes und Audi dominierten Dienstwagen-Fuhrpark fürs gehobene Management.

 

München - Jaguar gibt in allen Bereichen Gas, auch bei den Business Class-Limousinen tut sich was: In diesem Herbst rollt der neue XF zu den Händlern, der in einigen Versionen durchaus eine Fuhrpark-Alternative fürs gehobene Management darstellt. Die AZ hat die Variante mit Dreiliter-Diesel bereits ausprobiert.

Die Maschine passt gut zum gehobenen Anspruch der britischen Marke mit indischem Eigner: Dank Doppelturbo liefert sie in jeder Lebenslage ausreichend Power. In Zahlen: 300 PS und ein massives Drehmoment von 700 Nm. Die Kraft wird per ZF-Achtgangautomatik an die Hinterräder geleitet. Die Fortbewegung gestaltet sich also höchst einfach und komfortabel, der XF-Anfänger sollte lediglich darauf achten, beim Beschleunigen nicht des Guten zuviel zu tun. Die große Limousine geht wirklich ordentlich ab: 0 bis 100 km/h in 6,2 Sekunden, 250 Sachen Spitze – damit muss sich der Jaguar nicht hinter seinen deutschen Konkurrenten vom Schlage eines Audi A6 oder eines 5er BMW verstecken. Der Normverbrauch liegt bei 5,5 Litern, beim ersten Ausprobieren meldete der Bordcomputer Werte um die sieben Liter.

Vorne haben die Briten den XF ziemlich aggressiv gestaltet, hinten wirkt er eher sanft. Dazwischen liegen 4,95 Meter, das ist etwas weniger als beim seit 2008 gebauten Vorgänger. Dank des auf 2,96 Meter verlängerten Radstands bietet die Limousine aber ein besseres Raumgefühl. Der Kofferraum hat ein Volumen von 505 bis 885 Litern. Das Interieur mit dem Drehregler zur Gangwahl ist typisch Jaguar, die Bedienung per Touchscreen vergleichsweise einfach.

Die Engländer haben in den XF alles an Elektronik, Konnektivität und Assistenzsystemen eingebaut, was sie derzeit im Angebot haben, bieten zum Beispiel ein adaptives Dämpfersystem, ein Head-up-Display, optional auch noch einen Allradantrieb. Bei den Preisen halten sie sich eher zurück: Der Dreiliter-V6-Diesel etwa ist ab der zweiten von fünf Ausstattungslinien ab 61.510 Euro zu haben, der Einstieg in die XF-Baureihe liegt bei 41 350 Euro für den handgeschalteten Zweiliter-Diesel mit 163 PS, dessen 180 PS starke Variante kostet ab 42 560 Euro. Zum Start gibt es zwei Dreiliter-V6-Benziner mit 340 und 380 PS, die ab 62 270 und 67 790 Euro kosten. Die bekannten 2,2-Liter-Vierzylinder sollen folgen.

 

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