Erster Fahrbericht C-Klasse Hier kommt die kleine S-Klasse

Große Ähnlichkeit: Die neue Mercedes C-Klasse schaut aus wie eine kompakte S-Klasse – hier die sportlichere Version mit in den Kühler integriertem Stern. Foto: Rudolf Huber

Erster Ausflug mit der neuen C-Klasse von Mercedes, die jetzt mit zunächst drei Motorisierungen zu den Händlern rollt. Die Preisliste beginnt zum Start ab 33 558 Euro.

 

Stutgart - Die neue C-Klasse muss einfach ein Erfolg werden – das ist ein eisernes Gesetz in Stuttgart. Denn der ehemalige Baby-Benz ist die wichtigste Säule des Mercedes-Geschäfts. Entsprechend akribisch wurde der Start des Neuen an diesem 15. März auch vorbereitet: Mercedes will dem heißesten Mitbewerber, dem 3er BMW, einen möglichst heißen Konkurrenzkampf liefern. Ein erster Fahrbericht.

Äußerlich hat die C-Klasse einen gewaltigen Schritt gemacht – das ist auf den ersten Blick zu erkennen. Im Prinzip rollt da eine kleine S-Klasse zu den Händlern, ein extrem elegant-sportliches Auto, ein wirklich nobler Vertreter der Premium-Mittelklasse mit zwei Front-Versionen für ehen komfort- oder sportorientierte Lenker.

Innendrin schaut es nicht anders aus. Das Armaturenbrett ist besonders geschmeidig geformt und ansehnlich ausgefallen, neu ist ein ein großer Bildschirm in Tablet-Größe und ein Touchpad zur Bedienung der Komfort- und Kommunikations-Angebote. Es braucht etwas Eingewöhnung, dann klappt das mit dem Tippen, Wischen und Schieben gut. Praktisch: die Handschrifterkennung etwa bei der Eingabe des Navi-Ziels.

Dass der Radstand um acht Zentimeter gewachsen ist, macht sich vor allem für die hinteren Passagiere positiv bemerkbar. Aber natürlich ist die C-Klasse immer noch kein Großraum-Wagen. Eher ein auf Maß geschneidertes Mobil für vier nicht allzu große Passagiere.

Zum Start bietet Mercedes gerade mal zwei Benziner und einen Diesel mit 156 bis 184 PS an, die laut EU-Norm zwischen 4,0 und 5,3 Liter verbrauchen. Doch selbstverständlich wird dann schnell nachgelegt. Die AZ hatte zum Beispiel schon Gelegenheit, die Versionen C 250 und C 400 4Matic zu testen.

Klare Sache: Das Warten dürfte sich lohnen.

Auf dem aktuellsten Stand ist natürlich die Ausstattung der neuen C-Klasse mit Assistenzsystemen für Sicherheit und Komfort. Teils serienmäßig, teils gegen Aufpreis ist alles zu haben, was derzeit auf dem Markt ist.

Zum Beispiel die automatische Notbremsung aus bis zu 200 km/h oder das teilautonome Fahren im Stop-and-Go-Verkehr. Wer ein – sehr empfehlenswertes – Siebengang-Automatikgetriebe ordert, bekommt automatisch den Agility Control-Schalter mitgeliefert, mit dem man zwischen den Fahrmodi Eco, Comfort, Sport und Sport plus wechseln oder eine individuelle Abstimmung von Motorsteuerung und Fahrwerk (auf Wunsch auch mit Luftfederung) einstellen kann.

Der Fahreindruck: Auch hier zeigt sich die C-Klasse als kleine S-Klasse. Souverän, komfortabel, auf Wunsch auch sehr knackig-flott, sicher und leise. Die Gewichtsdiät um insgesamt rund 100 Kilo hat gut getan. Und das Feilen an der Aerodynamik (Cw-Wert 0,24) ebenso.

Ziemlich groß geraten ist die Kombination aus A-Säule und linkem Außenspiegel, das schmälert je nach Körpergröße ein wenig die Übersicht nach vorne links. Ansonsten schaffen die 360 Grad-Rundumkameras guten Überblick etwa beim Rangieren.

Die Preisliste startet bei 33 558 Euro für den C 180, der C 200 kostet ab 36 414 Euro, der C 220 BlueTec genannte Diesel ab 38675 Euro. Schon im Herbst geht es etwa mit dem Kombi weiter.

 

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