Ergebnis der Restaurantkritiker "Gault&Millau": Bayern hat die meisten Spitzenköche

Der beste Koch Bayerns: Christian Jürgens vom Restaurant "Überfahrt" in Rottach-Egern am Tegernsee. Foto: dpa

Bayern gehört weiter zur kulinarischen Königsklasse in Deutschland – zumindest wenn es nach den Restaurantkritikern von "Gault&Millau" geht. Der Koch des Jahres kommt allerdings nicht aus dem Freistaat.

 

München - Bayern hat aus Sicht der Restaurantkritiker vom "Gault&Millau" nach wie vor die meisten Spitzenköche. Von den 36 herausragenden Köchen, die 18 bis 19,5 Punkte im an diesem Dienstag erscheinenden Restaurantführer bekommen, stehen 7 im Freistaat am Herd - mehr als in jedem anderen Bundesland.

Auf den weiteren Plätzen folgen Rheinland-Pfalz (6 Köche der Spitzengruppe) und Berlin (5).

Ein "alter Hase", eine Neuentdeckung und ein Münchner

Auf Platz eins der besten Köche Bayerns ist und bleibt Christian Jürgens vom Restaurant "Überfahrt" in Rottach-Egern am Tegernsee. Die Restaurantkritiker sehen ihn "mit seinen bei aller Geschmackstiefe auch sehr bildhaft, als Fest der Ästhetik dargebotenen Gerichten" seit 2010 souverän vorne. "Nirgendwo bekamen wir das Thema Gänseleber ähnlich einfallsreich serviert wie hier", lobten die Kritiker. Neben Jürgens bekamen deutschlandweit vier Küchenchefs 19,5 Punkte.

In die deutsche Spitzengruppe ab 18 Punkten stieg auch Koch Jan Hartwig vom "Atelier" in München auf. Den Koch Felix Schneider vom "Sosein" in Heroldsberg bei Nürnberg erklärten die Restaurantkritiker mit 17 Punkten zur "Entdeckung des Jahres".

Einen weiteren Dämpfer musste dagegen die Residenz Heinz Winkler in Aschau im Chiemgau hinnehmen, die im "Gault&Millau" für 2017 nur noch 17 Punkte bekommt. Es ist der zweite Abstieg in Folge. In der Ausgabe für 2015 gab es noch 19, 2016 noch 18 Punkte. Die Tester beschreiben und bewerten für 2017 insgesamt 151 Restaurants in Bayern.

Auszeichnungen für das Jahr 2017 im Überblick

  • Koch des Jahres: Andreas Krolik, Restaurant "Lafleur", Frankfurt
  • Aufsteiger des Jahres: Thomas Schanz, "Restaurant Schanz", Piesport an der Mosel
  • Entdeckung des Jahres: Felix Schneider, "Sosein", Heroldsberg bei Nürnberg
  • Gastgeber des Jahres: André Macionga, Restaurant "Tim Raue", Berlin
  • Sommelier des Jahres: Marco Franzelin, Restaurant "Vendôme", Bergisch Gladbach bei Köln
  • Pâtissier des Jahres: Stefan Leitner, Restaurant "Bareiss", Baiersbronn (Schwarzwald)
  • Gastronom des Jahres: Stefan Hermann, Restaurant "Bean & Beluga", Dresden
  • Bester deutscher Koch im Ausland: Silvio Nickol, Hotel "Palais Coburg", Wien
  • Hotelier des Jahres: Frank Nagel, Restaurant "Weissenhaus Grand Village Resort & Spa", Wangels an der Ostsee

Fünf Köche erreichten wie im Vorjahr mit 19,5 von 20 Punkten die höchste Wertung (der "Koch des Jahres" wird nicht nur nach Punkten, sondern auch nach anderen Kriterien bestimmt):

  • Christian Jürgens, "Überfahrt", Rottach-Egern am Tegernsee
  • Harald Wohlfahrt, "Schwarzwaldstube", Baiersbronn
  • Joachim Wissler, "Vendôme", Bergisch Gladbach
  • Klaus Erfort, "GästeHaus", Saarbrücken
  • Helmut Thieltges, "Waldhotel Sonnora" in Dreis bei Wittlich in der Südeifel
 

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