Er rät den Bossen zum Verkauf Dietmar Hamann: Robert Lewandowski wird für FC Bayern zum Problem

Dietmar Hamann (r.) rät dem FC Bayern zu einem Verkauf von Robert Lewandowski. Foto: AZ-Montage, firo/Augenklick

Scharfe Kritik an Robert Lewandowski: Dietmar Hamann warnt davor, dass der Top-Torjäger zum Problem für den FC Bayern wird, und rät seinem Ex-Klub zu einem Verkauf des Polen im Sommer.

 

München - Nach dem Wechseltheater im vergangenen Sommer ist es um Robert Lewandowski längst ruhiger geworden. Der Top-Torjäger des FC Bayern trifft auch in dieser Saison zuverlässig und wurde vom Verein mittlerweile sogar in den Mannschaftsrat befördert.

Dietmar Hamann sieht den Stürmer allerdings keinesfalls unumstritten und übte am Sonntagabend in der Sendung "Sky90" scharfe Kritik. "Ich glaube, dass Lewandowski zum Problem für Bayern München wird. Seine Theatralik, sein Abwinken, sein zum Teil lustloses Verhalten auf dem Platz. Ich glaube, es ist offensichtlich, dass er ein Einzelgänger ist", meinte der Champions-League-Sieger von 2005.

Hamann: "Glaube, Lewandowski hat nicht viele Freunde"

Doch damit nicht genug: Für Hamann ist vor allem die Spielweise des Polen ein Problem. "Als Stürmer bei Bayern München musst du auch einen Wert für die Mannschaft haben, wenn du keine Tore erzielst. Das ist für mich im Moment nicht gegeben. Ich glaube, dass er auch in der Mannschaft nicht allzu viele Freunde hat oder zum Teil umstritten ist", führt Hamann aus.

Geht es nach ihm, müssen sich die Bayern im Sommer "ernsthaft überlegen, einen ersten und keinen zweiten Stürmer zu holen. Das würde natürlich heißen, dass du ihn abgibst. Das Problem wird sein, was die interessierten Vereine bezahlen würden?" Dabei gibt der Experte zu Bedenken: "Das andere Problem ist natürlich, dass wir im Weltfußball einen Mangel an Top-Stürmern haben. Die fünf, sechs, sieben Top-Stürmer, die will natürlich jeder haben. Dann ist die Frage, ob die Bayern das bezahlen können?"

Noch ist Lewandowski unverzichtbar für den FC Bayern

Laut Hamann wird sich der deutsche Rekordmeister in absehbarer Zeit ohnehin Gedanken über die Personalie Lewandowski machen müssen. Der Pole wird im Sommer 31, früher oder später brauchen die Bayern also Ersatz. "Das ist für mich die elementare Position, die sie auf die nächsten ein bis zwei Jahre gesehen neu besetzen müssen. Ich würde mir ernsthaft Gedanken machen, das im Sommer schon zu machen", meint Hamann.

Wie wichtig Lewandowski noch immer für den FC Bayern ist, zeigte er in der laufenden Saison. Wettbewerbsübergreifend erzielte der Pole 24 Tore in 27 Partien, legte dazu sieben weitere auf. Alleine in der Vorrunde der Champions League netzte Lewandowski achtmal ein und war damit entscheidend mitverantwortlich für den Achtelfinal-Einzug der Bayern.

Lesen Sie auch: Effenberg kritisiert Hummels - "Da hat er nichts zu suchen"

Lesen Sie auch den AZ-Kommentar - Der FC Bayern sollte nicht mehr nur auf den BVB schauen

 

35 Kommentare

Kommentieren

  1. Ihre Daten können Sie in Ihrem Benutzerkonto ändern. Dieses finden Sie oben rechts .

loading