Er ist Wiederholungstäter "Heil Hitler"-Spucker hat wieder zugeschlagen!

Zuletzt wurde der "Spucker" im Schlosspark Blutenburg gesehen. Foto: Martha Schlüter

Im Münchner Westen läuft ein Mann umher, spuckt Passanten an und beschimpft sie mit Nazi-Parolen. Zuletzt wurde er im Park von Schloss Blutenburg und in der Hermann-Köhl-Straße gesichtet.

 

Obermenzing – Er streift umher und sucht sich scheinbar wahllos seine Opfer. Wer ihm zu nahe kommt, wird angespuckt und mit rechten Parolen und anderen derben Beleidigungen beschimpft.

Erstmals ist der Polizei das aggressive Verhalten des unbekannten Mannes, der derzeit sein Unwesen im Westen von München treibt, vor etwa einer Woche bekannt geworden. Vergangenen Samstag hat der Mann zwei 23-jährige Frauen in Pasing völlig unvermittelt angespuckt und als "Nutten" und "Schlampen" beschimpft, als diese auf einem Gehweg in der Hermann-Köhl-Straße an ihm vorbeispaziert waren. Nachdem er eine von ihnen sogar zu schlagen versucht hatte, lief er mit den Worten "Heil Hitler" davon.

Dass dieses abstoßende Verhalten des Unbekannten kein Einzelfall war, haben jetzt mehrere Zeugen der Polizei bestätigt. Demnach wurde er am gleichen Tag in der Parkanlage von Schloss Blutenburg gesichtet, als er einem laut Aussage "sehr großen älteren Mann" ins Gesicht spuckte und auch hier mit Nazi-Parolen wie "Sieg Heil" und "Heil Hitler" beschimpfte. Nach dem Angriff auf den Herren soll er seinen Streifzug fortgesetzt und weiter wahllos Passanten angespuckt haben.

Die Ermittler fahnden mit Hochdruck nach dem Täter. Als er dort gesehen wurde, trug er eine auffällig giftgrüne Jacke und einen schwarzen Rucksack mit weißer Aufschrift. Auch das Spuck-Opfer aus dem Schlosspark wird gebeten, sich bei der Polizei zu melden.

Die Polizei überprüft derzeit auch, ob der Mann auch im sogenannten Isarmord als Täter in Frage kommt. Im Mai 2013 war ein Ingenieur von einem Mann erstochen worden, der zuvor grundlos seeine Verlobte bespuckt hatte. Der Mörder ist bis heute nicht gefasst. Die Polizei hat allerdings die DNA des Täters sichergestellt.

Zeugenaufruf

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 44, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

 

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