Entweder-Oder-Gespräch Klartext mit Katze

Hoch hinaus: Daniela Katzenberger mit Leute-Kolumnistin Kimberly Hoppe im 21. Stock in der Landsberger Straße 110. Foto: API

Man mag sie oder eben nicht: Was Deutschlands berühmteste TV-Blondine Daniela Katzenberger im Entweder-oder-Gespräch mit der AZ zu sagen hat

 

München Keine Frau polarisiert in Promi-Deutschland so sehr wie sie: Daniela Katzenberger (24, „Goodbye Deutschland! Die Auswanderer“) wird geliebt oder gehasst. Sie gratwandert zwischen Trash und Kult, ist bekannt für ihre zu hoch tätowierten Augenbrauen, ihre Dämlickeit, in der andere gewitzte Intelligenz erkennen wollen.

Jetzt ist die Katze in München – bei ihrem Arbeitgeber, dem Telefonvermittlungsdienst 118000 („Mit drei Nullen – wie drei Stullen“) im Büro im 21. Stock. Zeit für ein Entweder-oder-Gespräch unter zwei Blondinen.

Ein Talk mit Klartext, ohne Kompromisse. Denn entweder man mag sie – oder eben nicht.

Hi Daniela, was ist besser: falsche Doktorarbeit oder falsche Brüste?

DANIELA KATZENBERGER: Dazu nur soviel, sonst drehen bei Gutti gleich wieder alle durch, wenn ich da was sage: Ich habe mir von einem echten Doktor falsche Brüste machen lassen.

Hirn oder Hintern?

Am besten beides. Wie, bitte, sieht ’ne Frau ohne Hintern aus? Wenn man hübsch ist, denken eh alle, man sei ein bisschen blöd. Viele sagen mir immer, ich würde nicht wissen, was ich alles so von mir gebe. Stimmt aber nicht. Ich weiß es genau. Nur schlau ist doch langweilig. Sorry, ist so.

Vox oder Arte?

Jetzt mit 24 Vox, später, wenn ich alt bin, dann vielleicht auch mal Arte. Sonst guck ich DSDS, GZSZ – wenn ich es nicht vergesse – und viel DVD. Am liebsten „Forrest Gump“, der beruhigt mich immer!

Currywurst oder Thaicurry?

Thaicurry. Scharf macht schlank. Bringt viel mehr als alles. Meine Mama ist ja grad in der Weighters-Phase, kocht nur noch danach. Sie hat schon zwei Kilo abgenommen, aber Papa Peter vier. Deshalb streiten die sich jetzt dauernd. Ich ess morgens Nutella mit Banane aufm Toast und sonst am liebsten Leberwurst. Als Kind hat mir meine Mama ins Kartoffelpü immer püriertes Rinderhirn reingemischt. Hat aber auch nix geholfen.

Katze oder Hund?

Ich hatte mal einen Hund, bin aber viel mehr Katze. Klar. Die sind auch viel selbstständiger.

Sparbuch oder Shoppingtour?

Sparbuch! Nicht spießig, sondern altmodisch. Ich geh natürlich gerne einkaufen, aber mittlerweile krieg ich so viel Kram geschenkt, dass ich das nimmer brauch.

24 Jahre oder 42?

Wenn ich mit 42 wie Mama ausschau, freu ich mich! Ich nehm keine Faltencreme, nur Bübchen-Creme. Was bei Babys zarte Haut macht, kann bei mir nicht schaden.

Saufen oder laufen?

Weder noch. Ich nehm keine Drogen, trinke keinen Alkohol, hab aber auch keinen Bock zu joggen. Wenn ich saufen würde, wäre ich ja noch bekloppter! Ich nehm mir lieber ab und zu eine Auszeit. Da ich von Geburt an einen Herzfehler habe, spüre ich es, wenn ich Pause brauche. Dann bleibe ich daheim und mache nichts – nicht mal Schminke.

Ehe oder einsam?

Ich kann den Kuchen nicht probieren, bevor ich ihn gebacken hab! Lieber Single als unglücklich verheiratet. Klar fühl ich mich mal einsam, obwohl ständig Leute um mich sind. Mein Kartenleser hat gemeint, dass mein Traummann im Juli kommt – groß und dunkelhaarig. Aber die Optik ist egal, Hauptsache, er ist zufrieden.

Freunde oder Familie?

Familie! Meine Mama, Papa Peter, mein Bruder und meine Schwester sind für mich alles, wir sind uns ultranah. Ich habe überhaupt keine Freunde. Das klingt jetzt arrogant, aber es ist so: Viele hängen sich an meinen Arsch ran, wollen mit mir befreundet sein, aber will das nicht. Ich hab freiwillig keine Freunde. Meine Familie war schon immer da. Denen ist es scheißegal, ob ich bekannt oder Hartz-IV-Empfänger bin. Mein leiblicher Vater und meine Oma melden sich jetzt plötzlich nach einer Ewigkeit, nur weil ich im Fernsehen bin. Auf so was, sorry, scheiß ich. Meine Familie bleibt mir. Sonst experimentiere ich mit meinem Vertrauen nicht.

 

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