Enormer Schaden Erfolgreicher Trickbetrug: Rentnerin stellt 90.000 Euro auf die Straße

Die Rentnerin wurde um fast 90.000 Euro geprellt. Foto: dpa

Erneut haben Trickbetrüger in München Rentner um ihr Erspartes gebracht. In Daglfing brachten die Täter eine Frau dazu, Goldmünzen und Bargeld im Wert von rund 90.000 Euro auf die Straße zu stellen.

 

Daglfing - Der Trickbetrug liegt schon knapp sechs Wochen zurück, jetzt sucht die Polizei nach Zeugen. Wie die Beamten berichten, wurde eine über 80-Jährige in Daglfing Opfer von Trickbetrügern, der Schaden beträgt rund 90.000 Euro.

Am Mittwoch, 13.02.19, meldete sich eine vermeintliche Polizeibeamtin "von Schattenberg" bei der Rentnerin. Der Dame wurde eingeredet, dass ein Einbruch in ihre Wohnung bevorstehe und außerdem ihre Bank in krumme Geschäfte verwickelt sei. Sie solle daher ihr Geld abheben und nicht in der Wohnung lagern.

Opfer um 90.000 Euro betrogen

Ein zweiter Anrufer mit dem Namen "Kuhr" forderte die Dame dann auf, ihre Wertsachen in einer Tüte in einem Grünstreifen hinter ihrem Anwesen zu deponieren. Die Rentnerin kam allen Anweisungen nach und stellte letztlich Bargeld in Höhe von 50.000 Euro und Goldmünzen im Wert von rund 40.000 Euro auf die Straße.

Am nächsten Morgen waren die Wertsachen weg. Der vermeintliche Polizist "Kuhr" rief die Geschädigte weiterhin an und gab an, die Ermittlungen liefen weiter. Nach einiger Zeit fing die Rentnerin jedoch an, die Geschichte zu hinterfragen und wollte sich bei der Polizeiinspektion die Identiät der vermeintlichen Beamten bestätigen lassen - was natürlich nicht von Erfolg gekrönt war.

Polizei sucht Zeugen

Die Polizei sucht nun nach Zeugen und warnt eindringlich:

  • Die Polizei wird Sie niemals um Geld oder Wertsachen bitten!
  • Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen und übergeben Sie grundsätzlich niemals Geld an fremde Personen und stellen Sie keine Wertgegenstände zur Abholung vor die Tür.

Zeugenaufruf: Wer hat im angegebenen Zeitraum in der Turfstraße, Riemer Straße und Rennbahnstraße Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten? Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kriminalfachdezernat 3 – AG Phänomene, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

 

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