Emotionen und die Fans Entscheidung gegen Bochum: Pereira mag nicht rechnen

Drei Punkte gegen Bochum: mit Spielintelligenz, Emotionen und den Fans im Rücken. Foto: Angelika Warmuth//dpa

Im letzten Heimspiel der Saison wollen die "Löwen" gegen den VfL Bochum die Rettung feiern. Rechnen möchte Vitor Pereira vorher aber nicht. Er setzt auf Emotionen, Intelligenz und lautstarke Fans.

 

München - Von Punkte-Hochrechnungen im Abstiegskampf hält Vitor Pereira nichts. Und darum möchte der Portugiese vor dem letzten Heimspiel der Saison an diesem Sonntag (ab 15:30 Uhr im AZ-Liveticker) gegen den VfL Bochum auch nicht darüber spekulieren, ob dem TSV 1860 München ein Sieg zur Rettung in der 2. Liga reichen könnte.

"Am Ende des Spiels können wir rechnen", antwortete Pereira am Freitag. Fest steht für ihn jedoch: "Es geht um drei wichtige Punkte." Mit zwei Zählern Vorsprung auf den Relegationsplatz 16 gehen die "Löwen" in die letzten zwei Spieltage. Und Pereira vertraut lieber auf das, was er beeinflussen kann, nämlich den Auftritt seiner Mannschaft.

Pereira rechnet mit Fan-Support

Die zuletzt gezeigten Leistungen geben ihm ein gutes Gefühl. "Die Mannschaft ist stark im Moment, sie ist selbstbewusst und taktisch gereift", sagte der Trainer. Sein Team spiele seit einem Monat sehr gut, zuletzt stimmte beim 2:1 in Dresden endlich auch das Resultat. "Siege bringen immer Selbstvertrauen mit sich", so Pereira.

Er bangt noch um den Einsatz des angeschlagenen Abwehrspielers Felix Uduokhai, der wegen muskulärer Probleme auszufallen droht. Die "Löwen" rechnen mit mehr als 40.000 Zuschauern in der Allianz Arena. "Ich hoffe, dass uns die Fans genauso überragend unterstützen wie zuletzt beim Heimspiel gegen Braunschweig", sagte Offensivspieler Stefan Aigner.

Kein echtes Endspiel

Pereira rechnet mit einem emotionalen Nachmittag. Es sei aber wichtig, die Gefühle im Griff zu haben. Seine Spieler müssten mit Leidenschaft und Willenskraft auftreten, aber auch mit Intelligenz. Für die Bochumer, die mit 41 Punkten einen Mittelfeldplatz einnehmen, geht es nicht mehr um entscheidende Zähler. Der VfL spiele ein ähnliches System wie 1860, bemerkte Pereira.

Er verlangt von seinen Spielern besondere Konzentration beim letzten Pass und im Torabschluss. "Wir werden das Spiel mit großer Verantwortung angehen", versprach er. Auf ein echtes Endspiel in einer Woche in Heidenheim wollen es die "Löwen" nicht ankommen lassen.

 

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