Einzelkritik zur Toto-Pokal-Blamage Noten zum TSV 1860: Fünf Mal die Fünf für gedemütigte Löwen

, aktualisiert am 30.04.2019 - 21:14 Uhr
Spielmacher des TSV 1860: Efkan Bekiroglu. Foto: Rauchensteiner/Augenklick

Der TSV 1860 blamiert sich im Toto-Pokal-Halbfinale bei Regionalliga-Abstiegskandidat Viktoria Aschaffenburg. Nach vorne geht bis auf geniale Momente von Efkan Bekiroglu nicht viel zusammen. Und hinten patzen Marco Hiller sowie Herbert Paul - die Einzelkritik.

 

Aschaffenburg - Welch' Blamage! Der TSV 1860 scheitert im Toto-Pokal-Halbfinale an Regionalligist Viktoria Aschaffenburg (2:3) und verpasst damit über einen möglichen Sieg im bayerischen Wettbewerb auch den DFB-Pokal.

Die Löwen spielen über weite Phasen schwach. Einzig Regisseur Efkan Bekiroglu hat geniale Momente, doch sein Traumtor reicht nicht. Tragische Figur ist einmal mehr Rechtsverteidiger Herbert Paul, der für Sechzig zwischenzeitlich zwar ausgleich, dann aber den umstrittenen Handelfmeter verursacht - die Einzelkritik zur Pokal-Demütigung:

MARCO HILLER, NOTE 4: Bewahrte 1860 in beiden Hälften stark vor dem frühen Gegentor. Aber: Beim Rückstand durch Cheron konnte er nur den ersten Ball klären, beim 0:2 war er nicht früh genug aus dem Kasten und beim Strafstoß in der falschen Ecke.

Herbert Paul wieder der Pechvogel

HERBERT PAUL, NOTE 5: Liga-Sünder? Durfte im Pokal trotzdem ran. Bei Viktorias Kontern sehr anfällig - auch beim 0:2. Wichtig: sein 2:2 Stolpertor. Und dann erneut Pechvogel.

FELIX WEBER, NOTE 5: Der zuletzt gelbgesperrte Kapitän sah bei beiden Gegentreffern nicht gut aus. Glück, dass nicht sein Zupfer an Oppermanns Hose noch einen Elfmeter zur Folge hatte.

JAN MAUERSBERGER, NOTE 4: Zu behäbig bei Aschaffenburgs erster Chance, beim ersten Gegentor zu weit weg. Monster-Rettungstat, als es schon zu spät war.

PHILLIPP STEINHART, NOTE 4: Ließ sich beim 0:1 gnadenlos vernaschen. Bereitete den Ausgleich per Maßflanke vor, aber defensiv wie seine Nebenmänner Unsicherheitsfaktor.

Ansätze von Stefan Lex - mehr nicht!

STEFAN LEX, NOTE 5: Von Bundesliga-Format war gegen den Regionalligisten nicht viel zu sehen. Einige Ansätze, mehr nicht. Nach Verletzung früh vom Feld und auf Krücken - Saisonaus?

KRISTIAN BÖHNLEIN, NOTE 4: Fleißiger Ballverteiler, aber die ganz großen Ideen hatte er nicht parat. Im Gegenteil: Vielmehr leistete er sich auch einige unnötige Ballverluste. Vergab eine dicke Chance kläglich.

ALESSANDRO ABRUSCIA, NOTE 4: Der torgefährliche Mittelfeldmann muss in der Liga meistens zusehen, diesmal merkte man ihm beide an: Zug zum Tor wie fehlende Spielpraxis.

EFKAN BEKIROGLU, NOTE 2: Nicht zu ersetzen, sagte Bierofka kürzlich. Und das bewies der beschlagene Spielmacher nach etwas Anlaufschwierigkeiten auch: Traumtor, Ideengeber, aber öfter zu verspielt.

Benjamin Kindsvater zeigt viel zu wenig

BENJAMIN KINDSVATER, NOTE 5: So ein schneller, technisch beschlagener Flügelflitzer - und doch oft abgekocht von den Verteidigern des SVA. Was er drauf hat, blitzte viel zu selten auf.

MARKUS ZIEREIS, NOTE 5: Durfte ran, weil ein alter, mentalitätsstarker und ein junger, zuletzt lustloser Sturmtank nicht im Kader standen. Wollte sichtlich den Mölders-Ersatz geben, blieb aber unglücklich wie Owusu.

ROMUALD LACAZETTE, NOTE 4: Doch noch nicht ganz weg vom Fenster. Kam früh für Lex und trug dazu bei, dass vorher vogelwilde Löwen im Mittelfeld sicherer wurden. Vergebene Chance, aber kampfstark.

MARIUS WILLSCH UND DENIS DRESSEL KAMEN ZU SPÄT FÜR EINE BEWERTUNG.

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