Einzelkritik zum TSV 1860 Noten: Sechs Mal die Vier für zahme Löwen

, aktualisiert am 03.11.2018 - 16:49 Uhr
Adriano Grimaldi (re.): Wechselte von Preußen Münster zum TSV 1860. Foto: imago/Kirchner-Media

Die Löwen wissen bei der Nullnummer in Münster nur defensiv zu überzeugen. Adriano Grimaldi taucht beim Ex-Klub zeitweise völlig ab. Die Einzelkritik zum TSV 1860.

München/Münster - Gegen das offensivstärkste Team der Dritten Liga ohne Gegentreffer geblieben, und doch nicht überzeugt in der zweiten Halbzeit.

Keine berauschenden Löwen in Münster

Der TSV 1860 spielt beim Tabellen-Zweiten Preußen Münster 0:0 unentschieden, verbesserte sich immerhin auf den zehnten Platz. Dennoch war die Leistung in Westfalen nicht berauschend: Romuald Lacazette leistet sich ein böses Foul, die beiden Stürmer Sascha Mölders und Adriano Grimaldi entwickeln nicht viel Durchschlagskraft - die Einzelkritik zu den Sechzgern:

MARCO HILLER NOTE 3 Vorbei-Segler an einer gefährlichen, aber folgenlosen Hereingabe im ersten Durchgang, als ihm die Sonne ins Gesicht schien. Ansonsten bei Standards und Flanken zur Stelle, Schüsse bekam er kaum auf seinen Kasten.

HERBERT PAUL, NOTE 3: Auf der etwas vorgezogenen Position auf der rechten Seite mit einer soliden Vorstellung. Hatte Sechzigs erste dicke Chance und scheiterte per Lattenkracher.

FELIX WEBER, NOTE 3: Der Kapitän zurück auf dem Platz. Zweikampfstark und robust wie eh und je. Formkrise offensichtlich überwunden.

Lorenz hält Angriffen Stand

SIMON LORENZ, NOTE 2: Wurde gleich mehrfach gefällt von den Münsteraner Angreifern. Stand immer wieder auf und hielt auch den Angriffen Stand. Wichtig: Klärte mehrfach in brenzligen Situationen.

PHILLIPP STEINHART, NOTE 4: Über seine Seite kamen die Münsteraner immer wieder durch. Nicht ohne Fehler also, bekam den linken Flügel aber im Laufe der Partie in den Griff.

ROMUALD LACAZETTE, NOTE 4: Licht und Schatten beim Franzosen. Warf sich in die Zweikämpfe, ging aber nicht selten nur als zweiter Sieger daraus hervor. Wenig Impulse. Überflüssig: Eingesprungene Grätsche an der Eckfahne. Als erster Löwe raus.

QUIRIN MOLL, NOTE 4: Der Abräumer vom Dienst brauche etwas, um dem anfänglichen Übergewicht des SCP etwas entgegenzusetzen. Kämpfte sich in die Partie, patzte aber bei einem SCP-Konter bedenklich.

DANIEL WEIN, NOTE 3: Sollte mit Weber und Lorenz eine Dreierkette bilden, rückte aber immer wieder ins angestammte defensive Mittelfeld. Zeigte sich zwar nicht fehlerlos, aber gewohnt zuverlässig.

EFKAN BEKIROGLU, NOTE 4: Auf der Halbposition als Mittelfeld-Kämpfer und Kreativ-Löwe gefordert. Ein erstes Torschüsschen, ein unplatzierter Abschluss, später - der Spielmacher agierte zwar auffällig, aber ohne Ertrag.

Grimaldi spielt bei Rückkehr unauffällig

ADRIANO GRIMALDI, NOTE 4: Der Rückkehrer ins Preußenstadion könne "alleine keine Bäume ausreißen", sagte Trainer Bierofka. Der anfangs sichtlich topmotivierte Grimaldi spulte zwar viele Kilometer ab, aber ausreißen konnte er nicht viel.

SASCHA MÖLDERS, NOTE 3: Anfangs besserer Sturm-Ochse: toller Volley-Seitfallzieher, der leider keinen Abnehmer fand. Ansatzloser Drehschuss, der um ein Haar im Tor gelandet wäre. Fast-Assists für Paul. Nach der Pause blasser und ausgewechselt.

MARIUS WILLSCH, NOTE 4: Flügelflitzer Nummer Eins kam für Lacazette - und blieb relativ wirkungslos.

STEFAN LEX kam zu spät für eine Bewertung.

 

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