Einzelkritik zu Sechzig Noten zum TSV 1860: Sechs Mal die Zwei für unnachgiebige Löwen

Torgarant beim TSV 1860: Sascha Mölders (li.). Foto: imago/Eibner

Leidenschaft, Moral, Verbissenheit - der TSV 1860 überzeugt gegen Wehen Wiesbaden. Wieder einmal beweist Sascha Mölders seinen besonderen Riecher. Zwei Sturmkollegen haben dagegen Probleme. Die Einzelkritik zu den Löwen.

München/Wiesbaden - Kompakt, mit viel Leidenschaft, defensiv stabil - die Handschrift von Löwen-Coach Daniel Bierofka ist erkennbar beim 1:0 des TSV 1860 bei Wehen Wiesbaden.

Sascha Mölders ist (einmal mehr) der Matchwinner für die Giesinger, Herbert Paul beweist sich als Vorlagengeber. Einzig Nico Karger und Prince Osei Owusu fehlt die Durchschlagskraft - die Einzelkritik:

MARCO HILLER NOTE 2: Fast-Patzer beim Ball wegschlagen, Glanzparade im Eins-gegen-Eins und weitere wichtige Rettungstaten gegen Ex-Löwe Schäffler und Co., daher einer der besten Blauen und ohne Gegentor.

Herbert Paul verhindert den Rückstand

HERBERT PAUL, NOTE 2: Trotz verschuldetem Elfmeter gegen Rostock zurück in der Startelf - prompt verhinderte er das 0:1 fair mit angelegtem Arm. Gegen die beste Liga-Offensive nicht sattelfest, aber ohne Patzer - und mit dem entscheidenden Assist.

FELIX WEBER, NOTE 2: Viele gewonnene Zweikämpfe, einige beherzte Antritte und eine herzhafte Grätsche - ging als Mentalitäts-Löwe voran und hatte seinen Anteil am defensivstarken Auswärts-Auftritt der Sechzger.

SIMON LORENZ, NOTE 2: Unauffälligerer, aber ebenfalls stabiler Innenverteidiger. Im Gegensatz zu Weber der coole Part - beide auf ihre Art stark.

PHILLIPP STEINHART, NOTE 2: Nach einigen Patzern zuletzt von Coach Bierofka mit dem zweifelhaften Lob bedacht, "eigentlich ein guter Verteidiger" zu sein. Diesmal verteidigte er gut. Ohne Wenn und Aber.

Kein Durchkommen für Stefan Lex

STEFAN LEX, NOTE 4: Anfangs fleißiger Abwehr-Arbeiter. Danach an einigen gefährlichen Löwen-Kontern beteiligt, aber kaum Durchkommen für den zwar quirligen, aber schmächtigen Flügelflitzer.

DANIEL WEIN, NOTE 3: Ließ sich anfangs bei einem Konter seines Ex-Klubs narren, ansonsten zeigte er sich gewohnt kampf- und laufstark.

EFKAN BEKIROGLU, NOTE 3: Spielte mehrfach Bälle in die Spitze, die nur selten einen Abnehmer fanden. Präsentierte sich engagiert und am Ball aber immer wieder als Ideengeber - etwa beim abgepfiffenen Tor von Owusu.

Nico Karger vergibt wieder seine Chancen

NICO KARGER, NOTE 4: Vergab in beiden Durchgängen jeweils Sechzigs erste Chance. Versuchte viel, doch er konnte seine unbestrittenen Fähigkeiten einmal mehr nur teils unter Beweis stellen.

PRINCE OWUSU, NOTE 4: Sechzigs tänzelnder Prince. Zweiter Startelfeinsatz, zwei leichtfertige Ballverluste vor dem eigenen Strafraum, ein leichtfertiger Abschluss alleine vor dem Tor. Es fehlte an der Klarheit in seinen Aktionen.

SASCHA MÖLDERS, NOTE 2: Lange nur Kämpfer, Lauerer, Alleingelassener. Versprühte kaum Durchschlagskraft. Vergab seine erste Schusschance weit im zweiten Durchgang. Warum ihn Bierofka nicht auswechselte? Damit er kurz vor Schluss den goldenen Treffer köpfen konnte.

BENJAMIN KINDSVATER, MARKUS ZIEREIS UND AARON BERZEL KAMEN ZU SPÄT FÜR EINE BEWERTUNG.

 

3 Kommentare

Kommentieren

  1. Ihr Pseudonym sowie weitere Daten können Sie in Ihrem Benutzerkonto ändern. Dieses finden Sie oben rechts .

loading