Eine Webseite für Münchner Mamas Wer ist die Cappu Mum?

 Foto: Gregor Feindt

Mit ihrem Blog speziell für Münchner Mütter hat Claire Nizeyimana (31) einen Nerv getroffen. Die Website der jungen Mutter wird 1500 Mal in der Woche angeklickt. Ein Lokaltermin

MAXVORSTADT Sie bestellt sich einen Cappuccino. Was sonst? „Cappu Mum” Claire Nizeyimana (31) hat Söhnchen Oskar (2) zum Interview-Termin mitgebracht. Damit wäre dann auch das „Mum” in ihrem Blog-Titel schnell erklärt.

„Hier ist es total gemütlich”, sagt die Bloggerin und lacht. Hier, das ist das Café Theresa. Sonntags gibt es in der Theresienstraße Familienbrunch und Kinderbetreuung in der Kegelbahn. „Da schaffe ich drei Lifestyle-Magazine.” Die Cappu Mum lacht.

Wer

www.cappumum.de

anklickt, wird mit solchen Tipps versorgt. Die Idee dazu ist aus der Not geboren. Als sie vor zweieinhalb Jahren Mama wurde, fand Claire Nizeyimana wenig Infos, die speziell auf Münchner Mamas zugeschnitten waren. Was mache ich mit dem Kleinen, wenn’s regnet, wo kann ich mit Kind zum Abendessen hin und werde nicht schief angesehen, wo finde ich Modeschnäppchen? Infos für diese schmale Zielgruppe in München suchte sie sich zusammen.

Eine Freundin, die in Berlin ein Online-Magazin produziert und sie zur Wiesn besuchte, machte ihr Mut, als sie von ihrer Blog-Idee erzählte. „Mach das!” Im Herbst 2012 startete Claire Nizeyimana „Cappu Mum” und merkte schnell, dass sie einen Nerv getroffen hatte.

1500 Klicks weist ihr Blog jede Woche auf. Ein prima Start, haben ihr die Profis bestätigt. Dabei ist ihr Blog mit Absicht kein typisches Online-Tagebuch. Persönlicheres als ihre Tipps und Vorlieben hält sie weitgehend raus, Fotos von Oskar und ihrem Mann sucht man vergeblich.

„Fashion und Lifestyle für Mamas”, so würde sie ihren Blog selber charakterisieren. „Mit wenig Geld gut aussehen, das geht, auch in München”, sagt sie.

Schicke Glücksbändchen, ein Kinderflohmarkt in Schwabing, Oskars bequeme Turnschuhe, eine Massage in der Augustenstraße, die Pizzeria an der Münchner Freiheit mit Kinderspielbereich: „Ich schreibe nur über Sachen, die mir gefallen und versuche das authentisch rüberzubringen.” Das soll auch so bleiben. „Sonst würde es an Glaubwürdigkeit fehlen.”

Findet die Cappu Mum, dass München kinderfreundlich ist? „Ja. Ich liebe diese Stadt”, sagt die gebürtige Rheinländerin mit den afrikanischen Wurzeln, die vor sieben Jahren zugezogen ist.

Ihre Informationen findet sie im Netz (wie auf

abendzeitung-muenchen.de/stadtviertel

), in Magazinen, in Gesprächen. Inzwischen hat sie auch mal zur Selbsthilfe gegriffen und einen Kinderflohmarkt organisiert.

Die Rolle der Cappu Mum ist nicht ihre einzige Beschäftigung. Die 31-Jährige arbeitet in Teilzeit. Die Zeit für ihren Blog nimmt sie sich meist abends, wenn Oskar schläft oder spielt. „Oder wenn mir gerade etwas einfällt.”

Und wann gibt’s die gesammelten Tipps der „Cappu Mum” in Buchform? Claire Nizeyimana zuckt leicht mit den Schultern und lächelt. Kann man wohl mit „Schaun mer mal” übersetzen. Dann schnappt sich die Cappu Mum ihren Oskar und macht sich wieder auf die Pirsch. Nach Trends und Tipps für Münchner Mamas. 

 

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