Eine gelungene Fusion La Burrita in München: Schnellimbiss und Restaurant

AZ-Lokalredakteurin Jasmin Menrad.
Gold und Samt dominieren den Schnellimbiss, in dem man gerne ein bisschen länger verweilt. Foto: Jasmin Menrad

Neueröffnung: Das La Burrita in der Münchner Altstadt hat Preise wie ein Imbiss und eine Atmosphäre zum Sitzenbleiben. 

 

München – Fusionsküche ist ja in aller Munde – der argentinische Koch, der in Japan gelernt hat und so zwei Stile zusammen bringt, ruft kein Erstaunen mehr hervor. Eine bewährt fusionierte Küche und mein liebstes Fast-Fusions-Food ist Tex-Mex, das sich aus Texas sowie dem nördliche Teil Mexikos zusammensetzt. Meist wird es in wunderbar bunten Lokalen auf die Hand serviert mit Bohnen, Reis, scharfen Gewürzen in Tortillas, Burritos und wie die Fladen alle heißen.

Am Rindermarkt hat im Frühsommer das La Burrita eröffnet und meine Freunde sind so unkompliziert, auf meinen Wunsch den Abend in diesem Schnellrestaurant zu verbringen, um es unauffällig zu testen.

La Burrita am Rindermarkt: Sehr viel Koriander

Vorweg: Wir blieben lange und kommen wieder. Denn das La Burrita mit seinen königsroten Samtbänken, den verspielten Metallbögen und der goldenen Bar wirkt wertig und nicht wie ein Imbiss, in dem man sich mal schnell einen Quesadilla mit lange gegartem Beef Barbacoa (8,90 Euro) zwischen die Beißer schiebt.

Trotz der hochwertigen Gestaltung des kleinen Raumes kostet kein Hauptgericht mehr als zehn Euro. Ich bestelle an der Bar – Selbstbedienung – einen Burrito mit Pulled Pineapple, einer langsam gegarten Ananas mit Reis, Spinat, Käse, bunten Bohnen und sehr viel Koriander. Sehr viel Koriander ist hier überhaupt das Thema: Für alle haben wir Nachos (7,50 Euro) bestellt, die aus Mexiko importiert mit Unmengen an Koriander, Käse, Sour Cream und Jalapenos bedeckt sind. Dazu ein scharfes Sößchen nach Bedarf – wir sind uns einig, noch nie so gute Nachos gegessen zu haben.

Das Essen kommt schnell im La Burrita

Die Karte ist zwar übersichtlich, aber mit Bowles (ab 8,80 Euro zum Beispiel mit mariniertem Mais), Salaten, Burritos und Quesadillas für Fleischfreunde, Vegetarierer und Veganer findet jeder (der Bohnen mag) das Passende. Weil sich die Speisen gut vorbereiten lassen, kommen sie prompt nach der Bestellung.

Die hausgemachte Limo (0,5l, 4,50 Euro) schmeckt intensiv nach Zitrone und Ingwer, da überrascht uns nicht, dass auch die Margarita (8 Euro) überzeugt. Weil die Atmosphäre so angenehm ist, verquatschen wir uns, ohne weitere Bestellungen aufzugeben.

Während vor uns die leeren Gläser stehen, gehen immer mehr Gäste, im Lokal wird aufgeräumt. Der freundliche Kellner fordert uns erstaunlicherweise nicht auf, endlich unsere nassen Sachen von den schönen Polstern zu nehmen und zu gehen. Oder wir haben ihn nicht verstanden, denn so schnell wie er in dem kleinen Lokal bedient, spricht er auch in radebrechendem Deutsch-Englisch-Spanisch – Fusions-Sprache eben.


Rindermarkt 15, Mo-Sa 11 bis 22 Uhr, So 14-21 Uhr. Tel: 08945214191

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