Ein Remake ist in Arbeit Diese AZ-Oscars gehen an den FC Bayern

Setzen sich momentan gut in Szene: Die Stars des FC Bayern Foto: imago

Am Wochenende werden die Oscars verliehen. Hier zeichnet die AZ den FC Bayern in verschiedenen Kategorien aus – vom besten Haupt- und Nebendarsteller bis hin zu Regie und Special Effects.

 

München - Das nächste Remake des FC Bayern ist schon so gut wie abgedreht: "Und jährlich grüßt die Meisterschaft", nun wieder unter der Regie von Jupp Heynckes, dürfte im Frühling über die (Arena-)Leinwand flimmern.

Ein Klassiker – doch die Thriller dieser Spielzeit warten erst in der Champions League. Und das wohl erst ab dem Viertelfinale, ein Weiterkommen von Besiktas Istanbul (Hinspiel: 5:0 für Bayern) fällt ganz klar in die Kategorie Fantasy.

Am Sonntag (18 Uhr, live bei Sky und im AZ-Liveticker) tritt das Ensemble von der Säbener Straße beim SC Freiburg an – und trifft auf einen alten Bekannten: Den ehemaligen Bayern-Stürmer Nils Petersen, allerdings nicht verwandt mit dem gleichnamigen "Das Boot"-Regisseur Wolfgang.

Ein filmreifer Freiburger Untergang ist trotzdem nicht auszuschließen. Oder wird es doch ein Grusel-Trip für den FC Bayern?

Und während in der Nacht auf Montag in Hollywood die Film-Oscars vergeben werden, zeichnet die AZ hier die Bayern, die ja einst auch als FC Hollywood bekannt waren, aus...

Bester Hauptdarsteller

Robert Lewandowski, mit 20 Ligatreffern ganz klar die herausragende Figur der laufenden Saison. Ob's seine letzte im Bayern-Dress wird? Real Madrid will den Polen im Sommer. Folgt dem Action-Geballer des Polen also das ganz große Drama? Fortsetzung folgt, das ist jedenfalls sicher.

Bester Nebendarsteller

Cando, der Hund von Jupp Heynckes. "Cando hat zwei Tage nichts gegessen", berichtete der Bayern-Trainer zu Beginn seines Engagements im Oktober. Das ganz große Drama abseits des Rasens. Eine späte Auszeichnung für den Schäferhund, schon 13 Jahre alt, der daheim in der Nähe von Gladbach geblieben ist. Mittlerweile auch Werbestar der Bundesliga. "Kennerfleisch Rinti auch für Cando", wirbt der Hersteller.

Beste Regie

Jupp Heynckes, der Martin Scorsese des Fußballs. Seit Jahrzehnten im Geschäft, unermessliche Erfahrung – und immer noch mit dem richtigen Gespür. Inszeniert erfolgreich die Mannschaft. Ob’s allerdings zu einer Blockbuster-Saison wird, entscheidet sich erst in der Königsklasse. Wenn’s wie 2013 wieder zum Triple reichen sollte, wäre das eine wahrhaft filmreife Meisterleistung.

Bestes Comeback

Jupp Heynckes. Klar, wer sonst? Zum mittlerweile vierten Mal Trainer beim FC Bayern. Eben ein echter (Film-)Klassiker: immer aktuell, nie veraltet, zeitlos gut.

Bester Schnitt

Präsident Uli Hoeneß und Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge. Nach dem 0:3 gegen Paris St.-Germain musste Trainer Carlo Ancelotti den (Regie-)Stuhl räumen – Bayerns Bosse hatten genug italienische Flops gesehen. Im Nachhinein ein Cut zur genau rechten Zeit.

Bester Newcomer

Es war ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen James Rodríguez, im Sommer von Real Madrid gekommen, und dem ehemaligen Hoffenheimer Niklas Süle. Knapp geht die Auszeichnung an den Kolumbianer, der mit seiner Technik, Übersicht und seinen Standards das Bayern-Spiel prägt.

Bester Ton

Thomas Müller. "Radio Müller", wie ihn seine Kollegen nennen, räumt auch dieses Jahr ab. Am Mikrofon genauso intuitiv und überraschend wie am Ball. Bester Kurzfilm: Sandro Wagner. Viel Spielzeit bekommt der Stürmer, im Winter aus Hoffenheim gekommen, bisher bei Bayern nicht. Bei sechs Liga-Einsätzen, meist nur für wenige Minuten, hat er trotzdem schon zwei Tore erzielt.

Special Effects

Sven Ulreich. In Vertretung des Stammtorhüters Manuel Neuer der Mann für die besonderen Momente. Sicherte den Bayern zu Beginn der Saison den Sieg im Supercup gegen Borussia Dortmund, als er zwei Elfmeter hielt. Parierte außerdem Elfmeter im DFB-Pokal beim Sieg gegen Leipzig sowie dreimal in der Liga.

Beste Kamera

Arturo Vidal, Thomas Müller, Joshua Kimmich, Franck Ribéry, Rafinha, Robert Lewandowski – für ihr Stillleben-Poser-Foto nach dem Supercup-Gewinn gegen Borussia Dortmund.

Bester Film

Das 3:1 gegen Borussia Dortmund. Erst trat Arjen Robben den Ball aus dem Stand ins Kreuzeck, dann legte Lewandowski per Hacke nach, ehe David Alaba mit dem 3:0 die Vorstellung beendete. Das Anschlusstor des BVB: eine kleine Zugabe.

Bester fremdsprachiger Film

Zwei Gala-Vorstellungen zeigte der FC Bayern bislang auf internationalem Parkett: In der Gruppenphase der Champions League demontierte man im Rückspiel Paris St.-Germain mit 3:1, im Achtelfinal-Hinspiel gab es daheim gegen Besiktas Istanbul gar ein 5:0. Der Oscar geht aber an die Vorstellung gegen Paris. Neuauflage in der K.o.-Phase der Königsklasse nicht ausgeschlossen.

Bestes Make-up und beste Frisur

Jérôme Boateng. Selten war die Konkurrenz in einer Kategorie so groß. Verteidiger Boateng punktet aber doppelt: Zu Saisonbeginn trug er auf dem Haupt ein gewagtes Blond, Ende Januar ließ er sich ein Mandala auf den Nacken tätowieren. Das bringt den Sieg vor Rafinha (immer noch blond) und Lewandowski (zeitweise grau-blond) sowie Arturo Vidal, mit seinem Rasiermesser-Iro ebenfalls Daueranwärter.

Bestes Drehbuch

Co-Trainer Peter Herrmann vertrat beim Heimspiel gegen den FC Schalke 04 (2:1) den fiebernden Boss Jupp Heynckes. Ein Außenseiter, da Co-Trainer, avancierte zum Helden. Eine rührselige Geschichte – versehen mit einer amüsanten Pointe: Heynckes hatte die ersten 35 Minuten des Schalke-Spiels verpasst. Der Grund: Er hatte verschlafen. Und danach ein total "schlechtes Gewissen".

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