Ein Gewinn für das Viertel TSV 1860: Fan-Initiative fürs Sechzgerstadion

Die Fans in der Westkurve werben beim Spiel gegen Preußen Münster für die neue Initiative. Foto: Sampics

Löwen-Fans werben dafür, dass der TSV 1860 ein Gewinn für das Viertel sei und bleiben soll – "ligaunabhängig".

 

München - Die Löwen-Fans und die Politik, das ist eine Geschichte von Höhen und Tiefen. Aber das sind die Blauen ja ohnehin gewöhnt. Mal scheiterte man mit der Idee einer eigenen Wählerinitiative – und rettete dann mit seinen Protesten doch das Grünwalder Stadion vor dem schon beschlossenen Abriss. Lange wurde man im Rathaus sehr kritisch beäugt, inzwischen schauen viele Parteipolitiker versöhnlicher Richtung Giesing.

Und jetzt, wenige Wochen bevor die Machbarkeitsstudie zur Zukunft des Grünwalder Stadions vorliegen soll, haben Löwen-Anhänger diverser Fangruppen eine Initiative gestartet. "Sechzig im Sechzger: Die Zukunft liegt im Sechzgerstadion", heißt sie. Es gehe um einen "ligaunabhängigen Verbleib", betont die Initiative in einer Mitteilung.

Grünwalder Stadion: "Positives urbanes Lebensgefühl"

"Stadtstadien wie das Sechzger sind kein Überbleibsel vergangener Zeit", heißt es von den Fans. "Sie haben Zukunft." Der Trend zu neugebauten Sportstätten am Stadtrand, "perfektioniert für den Autoverkehr", habe "seinen Höhepunkt überschritten". Eine Gegenbewegung entstehe. "Unzählige Kneipen im direkten Stadionumfeld, die unkomplizierte Anreise mit ÖPNV und die Nutzung öffentlicher Freiräume wie dem Grünspitz spiegeln gesellschaftliche Entwicklungen zu mehr urbanem Leben wider. Sechzig im Sechzger steht für ein positives urbanes Lebensgefühl. Das wollen wir zeigen – und zwar allen!"

Aus der Fanszene heißt es, man wolle ganz verschiedene Löwen ansprechen, bewusst aber auch Unterschriften im Viertel sammeln bei jenen, die keinen Bezug zum Fußball haben – aber Interesse an einem belebten Giesing.

Die städtische Sportreferentin Beatrix Zurek (SPD) sagte am Sonntag im Gespräch mit der AZ, sie finde die Initiative "klasse". Zurek erklärte: "Ich finde, das passt sehr gut zu dem Lebensgefühl. Und es ist schön, dass das Miteinander betont wird." Das finden offenbar viele. Nur einen Tag nach dem Start hatten sich am Sonntag fast 2.000 Menschen als Unterstützer auf www.sechzig-im-sechzger.de eingetragen.

 

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